Es nutzt den Like-Hype für eine Warnung.

Seit Mitte Januar ist das beliebteste Foto auf Instagram: ein Ei. Auf dem Kanal namens @world_record_egg wurde das Bild am 4. Januar hochgeladen. In dem Text dazu machen die Inhaber des Accounts gleich ihr Ziel klar: "Lasst uns zusammen einen Weltrekord aufstellen und diesen Post zum meistgelikten auf Instagram machen."

Nach nur zehn Tagen war das tatsächlich geschafft: Das Ei sammelte mehr als 18 Millionen Likes, mehr als ein Babyfoto von Kylie Jenner, die bisher Rekordhalterin war.

Mittlerweile hat das Ei sogar ganze 52 Millionen Likes:

Was aber bislang unklar war: Wer steckt hinter dem Ei? Und was fängt die oder der mit all der Aufmerksamkeit und den neuen Followern auf Instagram an?

In den vergangenen beiden Wochen tauchten vier weitere Fotos auf: Auf jedem bekam das Ei ein paar Risse mehr. 

Nun enthüllt ein Video, worum es dem Account hinter der Eierei wirklich geht: um Depressionen. Die Macher des Eis wollen offenbar vor zu viel Like-Druck und Selbstinszenierung auf Instagram und anderen Plattformen warnen. 

Im Video zerbröselt das Ei in mehrere Splitter, unter der Schale bleibt nichts zurück. Dazu erscheint der Text: 

Ich zerbreche an dem Druck auf Social Media. Wenn es dir ähnlich geht: Rede mit jemandem!

Dann erscheint der Link zu talkingegg.info – einer Website, auf der Links und Nummern zu Organisationen aufgelistet sind, die bei psychischen Problemen helfen können. Auch für Deutschland werden Kontakte angegeben, unter anderem die der Telefonseelsorge "Nummer gegen Kummer".

Hinter dem Ei-Account stecken drei junge Werber aus England. Sie haben vor wenigen Tagen der "New York Times" ein Interview gegeben. Chris Godrey, der die Idee zum Ei hatte, sagt:

Ein Ei hat kein Geschlecht, keine Ethnie und keine Religion. Ein Ei ist ein Ei, es ist universell.

Laut der Erfinder soll Depression aber nicht das einzige Thema bleiben, mit dem sich das Ei beschäftigen wird. Wichtig sei, dass es "positive Nachrichten" sendet. 


Today

Jens Spahn twittert über den "Kampf gegen Krebs" – und macht Betroffene damit wütend
Was der Gesundheitsminister geschrieben hat – und was viele daran stört.

Der Gesundheitsminister hat vor allem eine Aufgabe: In Deutschland die richtigen Weichen so stellen, dass alle ausreichend versorgt und gepflegt werden können und gesund leben können. Was ein Gesundheitsminister nicht tun muss: Jede einzelne Deutsche und jeden einzelnen Deutschen heilen.

Zum Weltkrebstag twitterte Gesundheitsminister Jens Spahn daher ein paar Tipps, wie Menschen vermeiden könnten, an Krebs zu erkranken.