Deshalb freuen wir uns auf 2019 mit der YouTuberin.

Sie ist YouTuberin, macht Podcasts und spricht offen und unterhaltsam über Sexualität und Dating: Inka alias "Einfach Inka". Für Tausende Menschen ist die 25-Jährige zur großen Schwester geworden, die Mut macht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Inka engagiert sich für Gleichberechtigung, Female Empowerment, Nachhaltigkeit und Tierschutz.

Was war dein größter Erfolg im vergangenen Jahr? 

Das sind definitiv meine "Eier aus Stahl". In meinen Videos und meinem Podcast rede ich sehr oft über Selbstzweifel und wie man diese überwinden kann. Wenn man sich etwas traut, was einem schwer fällt und sich selbst beweist, dass man es kann, dann sage ich immer, man hat Eier aus Stahl. Dadurch ist ganz nebenbei – als Nebenprodukt sozusagen – meine eigene fair gehandelte Schmuckkollektion entstanden.

"Eier aus Stahl" können Frauen genauso haben wie Männer. Weil aber Penisse – im Gegensatz zu weiblichen Geschlechtsteilen – zu meiner Schulzeit überall hingemalt wurden und ich Hoden als Halskette auch nicht besonders ästhetisch finde, habe ich mich beim Design von der weiblichen Anatomie inspirieren lassen und mich für einen Uterus und die Klitoris entschieden. Ich wollte damit female empowerment mit einbringen und da meine Zielgruppe hauptsächlich weiblich ist, hat das auch perfekt gepasst.

Mit meinen Videos will ich andere motivieren. Egal ob es um sexuelle Selbstbestimmung geht oder darum, mutig zu sein. Ich hoffe, dass die Schmuckstücke diejenigen, die sie tragen, daran erinnern, was man alles schaffen kann, wenn man sich nur traut. Und viele haben mir schon davon erzählt, was sie sich alles getraut haben als sie den Schmuck getragen haben. Dass ich Menschen damit erreiche und dass es Gutes bewirkt – das ist ein unfassbares Gefühl. 

Welche Herausforderung gab es dabei – und wie hast du sie gemeistert? 

Das Thema ist sehr natürlich für mich, weil es mich in meinem Alltag beschäftigt. Ich teile in meinen Videos und auf Instagram sehr viel Persönliches und das bietet immer mal wieder eine Angriffsfläche. Ich muss aber sagen, dass ich eine sehr liebe Community habe, in der Kritik eher rar ist. Wenn es im Privatleben mal drunter und drüber geht, ist es oft schwer, positive und motivierende Inhalte zu teilen. Man möchte schließlich nicht den ganzen Tag jammern, sondern den Leuten etwas Gutes mitgeben. Es gibt aber Momente im Leben, in denen das nicht geht. Ich habe dieses Jahr einen sehr geliebten Menschen verloren und es war natürlich schwer, dann einfach weiterzumachen. Ohne meine Familie und meine Freunde hätte ich das nicht geschafft.

Was ist dein persönlicher Wunsch für 2019?

Ich bin ganz ehrlich: Durch die persönlichen Umstände in den letzten Monaten hatte ich gar nicht wirklich den Kopf dafür, darüber nachzudenken, was ich überhaupt will und wo ich hinmöchte. Aber ich weiß, dass ich auf jeden Fall mehr dieser Glücksmomente haben will, in denen ich merke, dass ich da draußen Leute erreiche und deren Leben vielleicht ein kleines bisschen besser machen kann. Dass ich Menschen dabei helfe, aus ihrer Komfortzone herauszukommen. Es ist das schönste Gefühl zu merken, dass man etwas bewirkt.

Was brauchst du, um es umzusetzen?

Am schönsten ist es natürlich, dass – wenn jemandem gefällt, was ich so mache – er das nicht für sich behält. Vielleicht gibt es ja eine Freundin, die ähnliche Probleme durchmacht und mit der man das teilen kann, weil es ihr auch helfen könnte. Es ist so ein bisschen "Girls support Girls" aber sollte eigentlich sein: "Humans support Humans". Sich gegenseitig zu unterstützen, ist wichtig, wenn man von Mundpropaganda lebt. Bei mir steckt kein Team dahinter, ich laufe nicht in der Werbung. Und dann ist es Gold wert, wenn man es auch nur einer einzigen Person weitererzählt.

19 für 2019

Sie helfen Menschen in Not, retten Bäume für das Klima, kämpfen für faire Löhne, engagieren sich gegen Rechts, streiten für Gerechtigkeit und sind ganz einfach Vorbilder: Wir stellen 19 junge Menschen vor, die uns 2018 inspiriert haben – und von denen wir 2019 noch viel hören werden. Hier geht es zur Übersicht


Grün

19 für 2019: Florian Pachaly und Fabian Eckert haben etwas gegen Wegwerfbecher
Deshalb freuen wir uns auf 2019 mit den Gründern von Recup.

Florian Pachaly und Fabian Eckert haben eine Mission: Seit 2016 haben sie dem Coffee-to-go aus dem Einwegbecher den Kampf angesagt. Die beiden haben ein neues Pfandsystem für Kaffeebecher entwickelt (bento). Recup heißt es und ist in immer mehr deutschen Städten verfügbar, um den Einwegkaffeebecher verschwinden zu lassen und so jeden Tag ein bisschen etwas für den Umweltschutz zu tun.

Wir haben mit Florian Pachaly und Fabian Eckert darüber gesprochen, wie sie ihr Unternehmen noch erfolgreicher machen wollen.