Könnt ihr das akzeptieren?

Niemand, mit dem ich je zu tun hatte, hat mich jemals "freaky" oder "crazy" genannt. 

Ich bekomme auch nicht oft zu hören, dass ich "unverwechselbar" wäre, "eine Marke für mich", oder dass es mich "nur einmal" gäbe. Und ich habe nie etwas von mir preisgegeben, bei dem dann alle im Raum auf einmal vor Erstaunen erstarrt sind. Kurz: Ich bin durch und durch normal.

Das heißt nicht, dass ich nicht individuell wäre. Natürlich habe auch ich – wie wir alle – meine Eigenheiten. Ich habe Dinge, die ich lieber esse als andere, Kleider, die ich schöner finde als andere, Musik, die mich mehr anspricht als andere. Ich habe eigene Gedanken, Träume und Gefühle. Aber nichts an mir sticht eben besonders heraus. 

Und das finde ich völlig in Ordnung.  

(Bild: Giphy )

Mehr als das: Ich bin sogar sehr zufrieden damit. Ich bin in einer glücklichen Beziehung, habe gute Freunde und einen Job, den ich mag. Es fehlt mir an nichts. 

In den Medien scheint man das nicht recht glauben zu können. Dort wird andauernd das Bild verbreitet, dass in jedem Menschen etwas ganz Besonderes steckt. Stecken muss, verdammt noch mal! 

Jede Shopping-Queen-Teilnehmerin hat gefälligst irgendwelche unerhörten Geheimnisse im Schrank. Jedes Umstyling hat zum Ziel, die "Einzigartigkeit von Juttas Individualität" sichtbar zu machen – als habe Jutta ihre Einzigartigkeit bisher verheimlicht, aus Scham oder Angst vor Repressionen oder weiß kein Mensch, wieso. Als zeige sich Juttas Charakter nicht gerade darin, dass sie bisher keine zwei Sekunden über ihre Frisur nachgedacht zu haben schien. (Darum schauen die Frauen nach dem Make-Over auch immer ein bisschen gezwungen drein, finde ich.)

(Bild: Giphy )

Vor allem aber, dass jeder Mensch mindestens ein großes Talent hat, scheint allgemein anerkannt. Business-Gurus verbreiten diese Lüge genauso wie die Hippies von nebenan. Und so melden sich beim "Supertalent" auch schon mal 40.000 Bewerber. 40.000 (!!!!!!) Menschen, die glauben, ein Supertalent zu haben – und da sind noch nicht mal die Leute dabei, die das zwar auch glauben, aber entweder zu kamerascheu oder sich zu fein sind, bei so einer Sendung aufzulaufen. 

Naja, macht halt, wenn ihr meint, so lange ich die Sache glücklich talentbefreit von meiner Couch aus beobachten kann. Das passt vielen Menschen aber auch nicht. Denn wer behauptet kein Talent zu haben, dem wird entgegnet: "Naja, du hast deins vielleicht einfach noch nicht gefunden."

(Bild: Giphy )

Darauf kann man das natürlich auch schieben. Wenn man im Chor kein Solist war, beim Sport immer auf der Ersatzbank sitzt und mit seiner Geheimrezept-Bolognese nicht mal den Hund hinter dem Ofen hervorlockt, kann man immer noch sagen: "Ja, aber ich habe ja noch nie getöpfert! Wer weiß, vielleicht bin ich ein echter Rodin." 

Ja, ja, klar. Wer weiß. 

Ich glaube zwar nicht, dass das, was Rodin gemacht hat, im engeren Sinn als "Töpfern" zu bezeichnen war. Spricht aber nichts dagegen, das mal auszuprobieren, wenn man da Bock drauf hat. Nur sollte man sich nicht davon stressen lassen, wenn am Ende nicht "Der Denker" rauskommt, sondern ein nur so semi-funktionstüchtiger Aschenbecher. 

(Bild: Giphy )

Denn: Nur weil du nichts besonders gut kannst, heißt das nicht, dass du nicht super bist. Weil erstens bist du für deinen Partner ja trotzdem was Besonderes. (Dazu sind Partner ja unter anderem da: Dass man sich auch als Normalo mal besonders fühlen kann). Und zweitens kenne ich richtig viele Leute, die ganz ohne außergewöhnliche Talente auskommen und trotzdem unendlich liebe Menschen sind. 

Oder was heißt "trotzdem"? Vielleicht ja gerade deswegen. Weil mit einer besonderen Begabung gewinnt man womöglich "Deutschland sucht das Supertalent" oder so. Und dann wird man berühmt, hängt nur noch mit seinen Groupies ab, verliert den Kontakt zu seiner Clique und wird am Ende zu einem dieser unerträglichen Snobs, deren schlechtes Benehmen immer damit gerechtfertigt wird, dass sie eben Genies sind. 

(Bild: Giphy )

Ja genau: Das passiert nämlich, wenn du ein Genie bist. Wer will das? Ich nicht. 

Ich sitze lieber mit meinem Durchschnittsfreund in meiner Durchschnittswohnung, esse Geheimrezept-Bollo (die mit viel, viel Chili gar nicht mal so übel ist!) und bin glücklich. Nicht besonders glücklich, übrigens. Sondern ganz normal glücklich. 

Das reicht mir völlig. 

Kundeninformationen

Ob du vor dem Einsteigen deine Neon-Federboa auf den Rücksitz wirfst oder eher der unscheinbare Typ bist: Die neue Mercedes-Benz A-Klasse mit Mercedes me ist auf jeden Fall etwas für dich. Denn von der Innenausstattung, über die Ambientebeleuchtung, bis hin zum brandneuen Multimediasystem MBUX, das dich – perfekt personalisiert und intelligent sprachgesteuert – immer mit deiner Welt in Verbindung hält: Die A-Klasse passt sich deiner Persönlichkeit an wie kein Mercedes-Benz zuvor.

MBUX steht übrigens für Mercedes-Benz User Experience und begeistert mit allem, was ein Mobile Device ausmacht: Intuition, Personalisierung, Sprachsteuerung. So muss eine benutzerfreundliche Vernetzung von Auto und Fahrer aussehen: Das Auto passt sich dir an, nicht umgekehrt.

"So wie Du" eben.

Und das Beste: Obendrein bietet die neue A-Klasse eine ganze Reihe an Fahrassistenzsystemen, die du bisher nur aus der Luxusklasse kennst. Weil Individualität und höchste Ansprüche keine Gegensätze sind.

Du willst mehr erfahren? Dann hier entlang:

mercedes-benz.com/a-klasse


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Trump lädt zum Osterfest – und die Twitter-Reaktionen sind einfach nur witzig

Ostern im Weißen Haus gehört den Kindern. Seit 1878 ist das Ostereierrollen Tradition im Garten des Regierungssitzes. Auch Donald und Melania Trump luden am Wochenende Tausende Kinder zum Osterfest ein.

Das Ziel: Die Kinder sollen hartgekochte Ostereier möglichst schnell mit einem langen Löffel über den Rasen befördern.

Für Trump wohl eine willkommene Ablenkung: Keine anwesenden Journalisten, die kritische Fragen zur Russland-Affäre oder zum Handelsstreit mit China stellen.