Viele von uns kennen das – wahrscheinlich. Es gibt diese Situationen, in denen man einfach mal kurz den Finger ins Nasenloch steckt, um zu popeln. Oder diese Situationen, in denen wir uns an sehr intimen Körperstellen kratzen, weil es gerade einfach nicht anders geht. 

Wir haben Menschen in der Hamburger Innenstadt auf der Straße angesprochen – und sie gebeten: Erzählt uns von Momenten, in denen ihr besser ganz alleine gewesen wärt. 

Gebt zu: Popelt ihr? Drückt ihr eure Pickel aus? Kratzt ihr eure Krusten ab? Und: Ist euch das peinlich oder könnt ihr dazu stehen?
(Bild: Lana Petersen )
Christian, 21

Ich bohre regelmäßig in der Nase. Auch, wenn ich mich nicht unbeobachtet fühle, da bin ich schmerzlos. Wenn aber wirklich niemand hinsieht, dann popele ich richtig drauf los. Manchmal stecke ich mir auch die zusammengezwirbelte Ecke eines Taschentuchs in die Nase: Das kitzelt kurz, dann muss ich niesen, und das finde ich angenehm. 

Das mit dem Taschentuch mache ich oft, während ich auf dem Klo sitze. Wenn Leute mich anschließend fragen, warum ich auf dem Klo so viel genießt habe, sage ich einfach, dass ich beim Pinkeln immer einen sehr ärgerlichen Nies-Reflex habe. 

Robert, 23

Wenn ich allein bin, singe ich sehr laut vor mich hin. Das Problem dabei: Meine Stimme ist nicht sonderlich schön. Deshalb lasse ich meinem Sing-Drang nur freien Lauf, wenn meine Mitbewohner nicht zu Hause sind. 

Das Problem: Meine Stimme ist nicht schön
Robert

Einmal war es wieder soweit, und ich sang aus voller Brust. Dass meine Mitbewohnerin wider Erwarten doch daheim war, bemerkte ich erst, als sie, ihr Handy in der Hand, lachend neben mir stand – sie hatte alles aufgenommen und spielte mir mein Solo noch einmal vor.

Im Nachhinein war das sehr witzig, doch seitdem checke ich die Wohnung nach eventuell Anwesenden ab, bevor ich mit dem Singen anfange.

(Bild: Lana Petersen )
Viktoria, 21

Ich liebe es, ungehemmt und laut zu pupsen. Einmal hat mich eine Freundin dabei erwischt. Nachdem ich gepupt hatte, sah sie mich fragend an.

Ich redete mich natürlich direkt raus und fragte scheinheilig: Was riecht denn hier bloß so übel? Sie hat mir natürlich kein Wort geglaubt und wusste einfach, dass der Furz von mir kam!

Sam, 24

Ich wohne gemeinsam mit drei Freunden in einer WG. Da kommt es regelmäßig vor, dass man echt dringend aufs Klo muss, das Bad aber besetzt ist. Manchmal, wenn ich es gar nicht aushalte, pinkle ich darum in unsere Gießkanne.

Natürlich nur, wenn ich unbeobachtet bin. Bisher ist das noch niemandem aufgefallen – was wahrscheinlich daran liegt, dass wir die Kanne alle zum Gießen benutzen. So wird sie geleert, sobald sie gefüllt ist.

Noch mehr Geheimnisse? Hier:
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Damaris, 24

Seit meiner Jugend liebe ich es, Pickel auszudrücken. Ich habe allerdings eine total reine Haut, so viel zu drücken gibt es da eigentlich gar nicht.

Deswegen bearbeite ich die Poren meiner Nase sehr aufwendig. Jeder hat dort ja ein paar Mitesser, und um die kümmere ich mich ausgiebig. Im Internet habe ich mir einen Mitesser-Entferner aus Metall bestellt. 

Ich kümmere mich ausgiebig um meine Mitesser
Damaris

Wenn ich drücke, stelle ich alle Lampen ganz hell ein und besetze ziemlich lange das Bad. Meine Mitbewohner können sich glaube ich gar nicht vorstellen, dass ich dadrin einfach ewig an meiner Nase herumhantiere.

(Bild: Lana Petersen )
Niklas, 24

Ich schmiere meine Popel an der Rückseite meines Sofas ab. Das wurde mir zum Verhängnis, als neulich eine Freundin bei mir zu Besuch war.

Beiläufig fuhr sie mit ihren Fingen über den Stoff, als sie plötzlich die von vielen hingeschmierten Popeln entstandene Kruste bemerkte.

Plötzlich bemerkte sie meine Popel
Niklas

Sie zuckte angeekelt zusammen und fragte mich: Was zum Teufel ist das? Ich habe ihr dann tatsächlich gesagt, dass das meine Popel sind. Sie fand das richtig widerlich

Simon, 27 

Meine Lieblingsbeschäftigung, allein und unbeobachtet? Mit einem warmen Glas Milch auf dem Sofa sitzen, Serien schauen und mit einer Hornhauthobel meine Füße bearbeiten.

Vor allem wegen der Hornhautspäne auf dem Sofa findet meine Freundin das ziemlich widerwärtig. Für mich gibt es aber kaum etwas, was mich so entspannt – ich rauche auch gern mal eine Zigarette dazu. 

Hannah, 28

Wenn ich pupse, rieche ich den anschließenden Geruch sehr gern. Abends pupse ich unter der Bettdecke – dann wedel ich mit der Decke auf und ab, um zu riechen, was ich gerade fabriziert habe. Und ich wette, da bin ich nicht die Einzige!


Haha

Wie ein Demoschild für eine Spende sorgte

Comedian Andre Kramer wohnt in Hamburg und wollte während des G20-Gipfels nur mal schnell zum Supermarkt. Das ist in diesen Tagen aber nicht immer einfach – bei so vielen Demonstrationen und Polizeiaufgebot mancherorts. 

Deshalb sah sein Protestschild dann so aus: