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Jede Woche stellt ein Mitglied der bento-Redaktion die persönlichen Highlights der Woche vor. Dieses Mal: Caro.


Ein Bürgermeister wird mit einem Messer angegriffen, weil er flüchtlingsfreundliche Politik betreibt. Die Sexismus-Debatte, die durch den Hashtag #MeToo angestoßen wurde, geht weiter. Und die Kryptowährung Bitcoin schießt durch die Decke. 

Mir hat diese Woche vor allem eines gezeigt: Die Welt verändert sich gerade, vielleicht so wie selten zuvor. Wir brechen Klischees, hinterfragen uns zunehmend selbst, verändern unsere Lebensweise. Und das alles ist gar nicht so einfach.

Omosala ist weiblich, 26, schwarz und arbeitet in der IT. Damit gehört sie zu dem nur knapp einem Prozent afroamerikanischer Frauen, die einen Universitätsabschluss in Informatik haben.

In ihrem Berufsfeld gibt es nicht viele wie sie. Nicht selten wird ihr die Kompetenz abgesprochen, sie wird als Expertin nicht ernst genommen oder Menschen erklären ihr Dinge, die sie schon längst weiß. 

Omosala zeigt allen, wie falsch solche Vorurteile sind – und muss dafür täglich kämpfen.

Kämpfen, das müssen Frauen nicht nur in der IT-Branche. Seit dem Skandal um Harvey Weinstein reist die Debatte um Sexismus und Machtmissbrauch einfach nicht ab. Und das ist gut, denn diese Diskussion ist so wichtig. Wir müssen uns so viele Fragen stellen, so viele vermeintliche Selbstverständlichkeiten hinterfragen, an so vielen Problemen arbeiten und verkrustete Strukturen aufbrechen. Und dafür müssen wir auch uns selbst hinterfragen.

Denn auch Frauen sind Teil des Problems. Nur weil wir oft die Benachteiligten des Systems sind, heißt es nicht, dass wir kein Teil davon sind. 

Sich das klar zu machen, ist der erste Schritt, um etwas zu verändern.

Etwas verändern, das möchte auch Andreas Hollstein, Bürgermeister von Altena, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen. Der CDU-Politiker setzt sich seit Jahren für Flüchtlinge ein, er hat mehr Menschen aufgenommen, als er laut Verteilungsplan der Regierung musste, hat den Geflüchteten Paten zugeteilt, treibt die Integration voran.

Am Montagabend wurde der 54-Jährige von einem Mann mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Während des Angriffs soll der Mann sich lauthals über die Flüchtlingspolitik des Bürgermeisters ausgelassen haben.

Wir haben Andreas Hollstein bereits im Jahr 2016 begleitet und ihn nach seinem Integrationskonzept gefragt. Er hat berichtet, wie es den Flüchtlingen geht, wie er seine Stadt verändert. 

Gerade nach dem heimtückischen Angriff auf ihn und seine flüchtlingsfreundliche Politik ist es noch wichtiger, seine Geschichte zu erzählen. 

Letzte Woche gab es viel Aufsehen um eine Aktion des "Zentrums für politische Schönheit": Das Künstlerkollektiv hat vor Björn Höckes Haus ein kleine Version des Holocaust-Mahnmals gebaut – und außerdem Höckes Müll durchwühlt, sein Haus beobachtet und diese Beobachtungen dann in Hörbuchform veröffentlicht.

In letzter Zeit wirkt es so, als ob die Fronten sich immer mehr verhärten. Links gegen Rechts und umgekehrt. Und dabei werden immer öfter auch Grenzen überschritten. Die AfD tut das ständig, mit ihrer Rhetorik, mit ihren Forderungen. Doch das heißt nicht, dass wir das auch tun sollten. 

Wir müssen gegen die AfD kämpfen, aber mit fairen Mitteln. Und auch ein Rassist wie Björn Höcke hat ein Recht auf Privatsphäre. 

Und dann diese Bitcoins. Der rasante Wertanstieg der digitalen Währung hat sie auf alle Titel- und Startseiten gebracht. Dabei sind Bitcoins doch gar keine richtige Währung. Oder? 

Könnten sie vielleicht sogar die Finanzwelt revolutionieren, eine Währung ohne staatliche Kontrolle schaffen, die dezentral organisiert ist? 

Wie funktionieren Bitcoins – und können sie womöglich die Welt verändern? Das wird in diesem Text erklärt.


Haha

Die lustigsten Reaktionen auf den ersten Advent

Es ist so weit: Heute ist der erste Advent Ab jetzt gibt es drei Wochen lang wieder überall Kitsch und Glühwein.

Es fängt schon damit an, dass man heute eigentlich nicht ins Internet gehen kann, ohne von Hinweisen auf den ersten Schnee oder den ersten Advent erschlagen zu werden.