Bild: YouTube/davetynan

Eine Schwangerschaft sollte ein sehr persönliches Thema sein – und ist doch oft politisch. In vielen Ländern dürfen Frauen nicht selbst über ihren Körper bestimmen, es gelten strenge Abtreibungsgesetze. In Polen wurde ein schärferes Gesetz gerade von jungen Frauen durch Massendemos verhindert (bento). In Irland gilt noch ein striktes Abtreibungsverbot, die Uno bezeichnet das Gesetz als "brutal und entwürdigend" ("Die Zeit").

Ein Kurzfilm aus Irland setzt sich jetzt mit dem Abtreibungsverbot auseinander. "Heartbreak" erzählt die Geschichte einer 15-Jährigen, die ungewollt schwanger wird und ein Leben als alleinerziehende Mutter auf sich nimmt.

Der Film ist ein starkes Zeichen für Selbstbestimmung:

Text und Idee zum Kurzfilm stammen vom irischen Schauspieler Emmet Kirwan – er spielt auch den Erzähler. Im Video rappt er zunächst über die Jugendliebe des Mädchens, dann darüber, wie sie mit der Schwangerschaft und der Erziehung ihres Kindes allein gelassen wird.

Doch es ist nicht alles hoffnungslos: Sie zieht ihr Studium durch, ihren jungen Sohn immer an ihrer Seite. Am Ende des Kurzfilms muss sie sich auf der Straße von ein paar als "Teenie Mom" beschimpfen lassen. Irland ist sehr konservativ – die junge, allein erziehende Mutter wird als schändlich angesehen.

Doch ihr Sohn bekommt alles mit. Und hat ein Versprechen für seine Mom:

"I’ll treat and respect and help to create an Ireland that will stand in awe of all mná!"

"Mná" ist das irische Wort für Frau. Der Sohn will sich für Gleichbehandlung und Respekt einsetzen – und so dabei helfen, ein Irland zu erschaffen, dass seine Frauen würdig behandelt.

Hier erzählen junge Frauen von ihrer Schwangerschaft:


Retro

10 Szenen, in denen "Die Dinos" die perfekte Gesellschaftskritik liefern

Pfannenschläge, Babybrüllen und ein Familienoberhaupt, das immer mal wieder aus Versehen jemanden frisst: Wenn "Die Dinos" im Röhrenfernseher lief, wurde man im schlimmsten Fall ein wenig verstört, im besten Fall aber herrlich absurd unterhalten. Nun will eine Petition die US-Serie aus den Neunzigern zurückbringen (bento).

Die Geschichte spielt im Jahr 60.000.003 v. Chr., doch die Familie Sinclair hat alle modernen An- und Unannehmlichkeiten: Fernsehen, Make-up, Teenager-Problemen.

Klingt albern, aber die großen, grünen Puppen haben unserer Gesellschaft in fast jeder Folge den Spiegel vorgehalten.

Hier kommt zehnmal Gesellschaftskritik aus der Urzeithöhle:

1. Ein Vater kann keine Mutter sein.

Earl läutet im Vorspann jede Folge mit der Frage "Bin da – wer noch?" ein. Er ist der abwesende Versorger, der durch die moderne Lohnarbeit vom Leben seiner Familie abgeschnitten ist. Mit dem Zusatz "Wer noch?" versucht Earl nach jedem Arbeitstag, wieder Kontakt zu seiner Familie herzustellen. Doch das ist unmöglich: Er bleibt auf seine ökonomische Leistung reduziert und eine soziale Leerstelle in der Familie. Genial gefasst wird das im berühmten Satz des Babys, das Earl nicht als "Papa" benennen will, sondern bloß die Negation "Nicht die Mama" verwendet.

In der Slideshow – So feiern Fans "Die Dinos":