Bild: Johannes Eisele / dpa

Wer früher "Harry Potter" gelesen hat, ist heute toleranter gegenüber Minderheiten. Was Fans des Zauberlehrlings natürlich auch so wussten, ist wissenschaftlich belegt. Eine Studie des "Journal of Applied Social Psychology" hat herausgefunden, dass Fans weniger Vorurteile gegen Migranten, Homosexuelle und Flüchtlingen hegen, als Kinder, die ohne Potter-Filme und -Bücher aufgewachsen sind.

Untersucht wurden Grundschüler, Mittelschüler und Studenten in Großbritannien und Italien. Die Studie trägt den magischen Titel: "The greatest magic of Harry Potter: Reducing prejudice". Und beginnt mit einem Dumbledore-Zitat:

Obgleich wir von verschiedenen Orten kommen, und eine andere Sprache sprechen, schlagen unsere Herzen gemeinsam.
Albus Dumbledore
Aus diesen Gründen sind Potter-Fans toleranter.
  • Leser kennen den Hass der dunklen Magier gegenüber "Muggeln" und "Schlammblütern", also Zauberern, die auch "Muggel" als Eltern haben, oder den versklavten Hauselfen. Die Bücher behandeln also ziemlich explizit rassistische Theorien von "unwertem" und "unreinem" Leben.
  • Wie man Toleranz lernen kann, wird vor allem am Beispiel von Hermine gelehrt. Sie gilt als "Schlammblut" und wird von Schülern gemobbt – ihre Freunde stehen allerdings zu ihr. In der Buchreihe wird sie zu einer herausragenden Hexe; ihre Herkunft spielt bald keine Rolle mehr.
  • Auch viele anderen Figuren erfahren Mobbing – Neville für seine Ängstlichkeit, Ron für seine arme Herkunft, Luna für ihre Andersartigkeit. Im Verlauf der Handlung blühen alle Charaktere auf und werden zu Helden.
  • Hauptfigur Harry zeigt außerdem durch die Beziehung zum Hauselfen Dobby, dass auch die von der Mehrheit Unterdrückten wertvolle Freunde sein können.
Diese Zeichnungen zeigen, wie sich J. K. Rowling ihr Universum vorgestellt hat:
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Die Toleranz-Studie ist nicht die einzige wissenschaftliche Arbeit, die sich mit Potterfans beschäftigt. Im vergangenen Sommer untersuchte die Politikwissenschaftlerin Diana Mutz von der University of Pennsylvania die politischen Vorlieben von Anhängern des Zauberlehrlings (Hier geht's zur Arbeit).

Das Ergebnis: Potterfans lehnen Donald Trump mehrheitlich ab

Auch Mutz kommt zu dem Schluss, dass durch das Lesen der Bücher mehr Toleranz und Nächstenliebe vermittelt wird – und Gewalt gegen Minderheiten abgelehnt wird. In Trump hingegen würden viele Fans eine Art Voldemort erkennen.


Grün

Darum will die australische Regierung zwei Millionen Katzen töten lassen

Sie sind süß, flauschig und verspielt. Viele Menschen lieben Katzen. Kein anderes Haustier (na gut, vielleicht noch Hunde) ist wohl so beliebt. Und kein anderes von Menschen gehaltenes Tier darf sich wohl so frei in der Natur bewegen.

Genau das wird in Australien zum Problem. Die Regierung will deshalb bis 2020 rund zwei Millionen Katzen gezielt töten lassen. ("Standard")