Bild: dpa/StadtRAD; Montage: bento

Die Deutsche Bahn betreibt in Hamburg ein Subunternehmen, den stadtweiten Fahrrad-Verleih "StadtRAD". Die Räder können an vielen Stationen in Hamburg geliehen werden, im Netz versucht "StadtRAD" die Initiative mit lokalen Insiderwitzen zu verbreiten.

Das gelingt meist ganz gut. Beim Abstieg vom HSV zum Beispiel: 

Mund abputzen, weiterradeln! #nurderHSV

Gepostet von StadtRAD Hamburg am Samstag, 12. Mai 2018

Nun hat die Deutsche Bahn allerdings einen Post veröffentlicht, der vielen zu weit ging.

In Anlehnung an Sexarbeiter schrieb das Unternehmen auf ein Bild: "Die erste halbe Stunde ist kostenlos. Das gibt’s nicht mal auf der Reeperbahn."

Auf Facebook wurde es mit folgendem Satz geteilt: "Bei uns darf jeder mal rauf. Geil, oder?" Nutzer kritisierten den Post als sexistisch:

Unter dem Post kommentierten Nutzer, auch auf Twitter kritisierten viele die Aktion. "Die Achtziger haben angerufen, sie wollen ihre sexistische Werbung zurück", schrieb einer. 

Auch die Grünen-Politikerin Anna Gallina mischte sich laut der Hamburger "MoPo" ein. Sie kommentierte unter den Facebook-Beitrag: "Das allerletzte. An Euch ist ja wohl alles vorbeigegangen."

Die erste Reaktion von "StadtRAD": "Tut uns leid, dass es Deinen Humor nicht trifft, doch weder beleidigen wir jemanden noch verurteilen wir eine Person aufgrund des Geschlechts". Dazu gab es einen Zwinker-Smiley. Doch offenbar auch, weil die Kritik nicht abriss, wurde der entsprechende Post mittlerweile gelöscht. 

Die Sache war nicht als gezielte Provokation geplant, sagte ein Sprecher der "Welt". Bei Nutzern, die es anstößig fanden, entschuldige man sich.


Gerechtigkeit

Diese Studentin soll eine Rede vor Irans mächtigstem Mann halten – und wagt es, ihn zu kritisieren
Das trauen sich nur wenige.

Iran ist eine islamische Republik. Allerdings haben einige wenige religiöse Prediger das Land seit Jahren in der Hand. An der Spitze steht Ajatollah Ali Khamenei. Der 78-Jährige führt den Iran mit harter Hand und hat genügend Macht, um in Politik, Wirtschaft und im Militär durchzugreifen.

Viele junge Iraner sagen: Khamenei und seine religiösen Hardliner sprechen längst nicht mehr für uns. Die Mehrheit der Iraner ist unter 30 Jahre alt (Iran Census, PDF). Ihre Lebenswirklichkeit hat mit den strengen Ansichten des islamischen Wächterrats nur noch wenig zu tun.

Nun hielt eine Studentin vor Ali Khamenei eine mutige Rede – und kritisierte den "Obersten Führer" mit deutlichen Worten.