Bild: Frazer Harrison / Getty

Es gibt Leute, die mit Ende zwanzig schon reden, als hätten sie ihr gesamtes Leben hinter sich. Die von ihrer "Jugend" sprechen, als wäre das damals eine vollkommen andere Epoche gewesen, in der die Leute noch zu Pferde durch die Stadt ritten und eine Brezel zwei Pfennige kostete.

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Diese Leute sitzen im Szene-Café und seufzen melancholisch: "Weißt du noch damals auf dem Southside? Wie geil war das eigentlich? Oder als wir nach England aufs Leeds-Festival gefahren sind, 18 Stunden mit dem Bus! Nur, um die White Stripes live zu sehen. Mensch, waren das Zeiten! So was würden wir heute auch nicht mehr machen…"

Ja, aber warum denn nicht? 

Mal ernsthaft: Könnt ihr eure achtköpfige Familie für kein Wochenende aus den Augen lassen? Hat euch der Arzt das Tanzen verboten? Lässt man euch mit Rollator nicht mehr aufs Festival-Gelände? 

Und jetzt kommt ihr mit allerlei einstudierten Ausreden:

1

Zuerst behauptet ihr, dass auf diesen Festivals doch alle höchstens zwanzig sind. Dass ihr in eurem Alter wahrscheinlich für Polizisten in Zivil gehalten würdet, oder für Außerirdische. 


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Und stimmt ja auch ein bisschen, dass die meisten Festivalbesucher noch kein Vierteljahrhundert unter dem Gürtel haben. 

Aber woran liegt das? An Leuten wie euch, die in der Blüte ihrer Jugend das Batik-Shirt an den Nagel hängen, die Festivalbändchen in die Erinnerungskiste sortieren und in Party-Rente gehen! Wenn Festivals zu jung sind, dann seid ihr selber schuld!

2

Ja, aber dann erklärt ihr, dass man die Musik auf Platte doch viel besser genießen kann. Dass ihr den Sänger singen hören wollt, nicht die betrunkene Partymeute neben euch im Publikum. Und kann sich ja jede Band glücklich schätzen, so kunstsinnige Fans wie euch zu haben. 

Nur ist ungestörter Musikgenuss nicht der Punkt eines Festivals! Sonst würden sie das Wacken nächstes Jahr in der Elbphilharmonie veranstalten. Du kommst nicht trotz der grölenden Massen, sondern WEGEN ihnen! Um mitzugrölen, Teil zu haben, dich gut zu fühlen.

3

"Naja, okay", sagt ihr jetzt, "aber das Hauptproblem ist halt das Zelten. Ich würde da heutzutage kein Auge mehr zukriegen. Auf dem Boden. Bei dem Lärm. Und der Dreck überall…" 

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Und da kann man als Mensch, der noch nicht im Schaukelstuhl am Fenster sitzt und sein Leben Revue passieren lässt, einfach nur noch den Kopf schütteln. 

Wochenlang durch die Mongolei backpacken könnt ihr, aber ein Wochenende in Roskilde bringt euch an die Grenzen eurer Widerstandskraft? Minimalistischen Lebensstil predigen: ja – zwei Nächte auf der Iso-Matte schlafen: nein? 

Mal davon abgesehen, dass das z.B. dank Glamping-Möglichkeiten, die es inzwischen bei den meisten Festivals gibt, gar nicht mehr stimmen muss. Da gibt es nämlich fertig aufgebaute Zelte mit echten Betten und sauberen Toiletten.

(Bild: Giphy )

Wer also behauptet, bei Festivals müsse man unter Bedingungen schlafen wie Erste-Weltkriegs-Soldaten an der Front, der sucht einfach nur nach Ausreden, um zuhause bleiben zu können. 

Und das könnt ihr natürlich. Ist euch komplett selbst überlassen, ob ihr euer Wochenende alleine auf der Couch verbringen wollt oder... 

...mit den besten Freunden zum Festival reist; dort neue, verrückte Leute kennenlernt; eure Lieblingsband von Nahem seht; mit tausenden Feierwütigen zu Seven Nation Army auf und ab springt und Geschichten erlebt, an von denen ihr auch Jahre später noch reden werdet.

Aber mit eurem Alter hat das nichts zu tun!
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