Diese Fotos sind intim – und schonungslos.

Mutter werden ist ein großes Abenteuer, für viele gar das Schönste, das eine Frau erleben kann. Aber ein Kind zu bekommen, hinterlässt auch Spuren, sichtbare und mentale. Es macht glücklich – und kann in tiefe Depressionen stürzen. Wie anstrengend und emotional die Zeit nach einer Geburt für Mütter ist, zeigt der Instagram-Account @takebackpostpartum

Hier sammeln January und Brandon Harshe, sie sind ein Paar, Bilder von Müttern in der Zeit nach einer Geburt, auch "post partum" genannt. Die beiden haben selbst sechs Kinder, January bloggt über das Muttersein und hält auch Vorträge darüber. 

Manche der auf dem Account versammelten Bilder von Müttern aus der ganzen Welt zeigen gerissenes Hautgewebe an Bauch und Hüften. Zu sehen ist eine stillende Frau, die verzweifelt weint, oder vor lauter Erschöpfung schläft, während ihre Kinder an ihrer Brust liegen. 123.000 Menschen folgen bereits, kommentieren ihre eigenen Geschichten, fühlen mit:

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Jedes Bild erzählt eine persönliche Geschichte. @chloeandpaisley etwa berichtet davon, wie sehr sie sich davor fürchtete, in eine postnatale Depression abzudriften, auch weil sie ihr ganzes Leben mit Depressionen zu kämpfen hatte. Glücklicherweise ging es ihr die ersten Monate sogar ziemlich gut, doch dann brach die Verzweiflung über sie herein. Sie erzählt, wie sie darüber siegte – und will anderen Mut zusprechen:

"Ich weiß, es ist hart, aber du bist nicht allein und du solltest niemals denken, dass du es nicht wert bist, die Hilfe zu bekommen, die du brauchst. Du bist die Kriegergöttin Mama, die ein wunderschönes Baby zur Welt brachte und du verdienst jede Unze Unterstützung und Liebe, die du kriegen kannst. Gib nicht auf."

Auch körperlich ist direkt nach einer Geburt kaum etwas, wie es einmal war. Das aber, so die Botschaft vieler Beiträge, sei nicht schlimm. Im Gegenteil, Mütter können damit auch ihren Kindern etwas Wichtiges mitgeben, schreibt etwa @jenn.newm:

"An all die Frauen, die auch Mütter sind: Ihr seid toll. Tragt eure Streifen mit Stolz. Auf dass unsere Töchter uns nur positiv über unsere Körper sprechen hören und wie diese sich verändert haben, weil wir sie in uns trugen. Auf dass sie in einem Zuhause aufwachsen, in dem sie immer gefeiert und gewürdigt werden, und zwar nicht auf Basis ihres Aussehens."

Nur, wer sich selbst liebt, kann schließlich Selbstliebe lehren. Die Bilder sollen Mut machen, die eigene Veränderung anzunehmen. Und zeigen, dass es anderen auch so geht: Hier, inmitten der vielen Mütterbilder, ist keine Frau mit ihren Gedanken allein.


Future

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