Bild: Unsplash/Priscilla Du Preez
5 Erkenntnisse aus einer Freundschafts-Studie
Freunde sind wie Sterne – man sieht sie zwar nicht immer, aber sie sind immer da.
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Ok, Spaß beiseite. Am 30. Juli wird der internationale Tag der Freundschaft gefeiert. Zu diesem Anlass hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov eine Umfrage durchgeführt, in der die Deutschen zum Thema Freundschaft befragt wurden.

Es ging um die Größe des Freundeskreises, um Ex-Partnerinnen und Ex-Partner und Freundschaft, Sex und Freundschaft und das Internet und Freundschaft. 

Das hier sind die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:

1

Einer von fünf Befragten glaubt, dass eine reine Freundschaft zwischen Männern und Frauen nicht möglich ist. 

60 Prozent gaben an, dass bei Freundschaften zwischen Männern und Frauen das Risiko bestehe, dass einer mehr als nur Freunde sein möchte. 

Wie wurde die Studie konzipiert?

YouGov hat 2045 Menschen in einer Online-Umfrage befragt. Den Befragten wurden unter anderem Aussagen vorgelegt, die sie auf einer Skale von "Stimme voll und ganz zu" bis "Stimme überhaupt nicht zu" bewerten mussten, wie etwa diese hier:

  • Es ist möglich, mit einem Ex-Partner eine gute Freundschaft zu führen.
  • Sexuelle Beziehungen zwischen Freunden sind völlig in Ordnung ("friends with benefits").
  • Eine Freundschaft zwischen Frauen und Männern ist nicht möglich.

 Der Ergebnisse wurden gewichtet und sind damit nach eigenen Aussagen repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

2

Jeder dritte Deutsche findet Sex unter Freunden in Ordnung. 

"Friends with benefits werden nun anscheinend von der breiten Bevölkerung akzeptiert", sagt Soziologe Janosch Schobin von der Universität Kassel. 

3

50 Prozent finden, dass auch der oder die Ex ein guter Freund beziehungsweise eine gute Freundin sein kann.

An dieser Frage scheiden sich die Geister. Für eine gute Freundschaft mit dem oder der Ex haben viele kein Verständnis. Das weiß unsere Autorin am besten:

4

Durchschnittlich haben die befragten Deutschen nach eigenen Angaben 3,7 enge Freunde. 

Etwa elf Menschen gehören zu dem größeren Freundeskreis der Deutschen. Die meisten finden ihre Freunde auf der Arbeit, nämlich 45 Prozent. Die anderen kennen sie noch von Schulzeiten, von der Ausbildung, dem Studium oder durch Hobbys (je etwa 20 Prozent). 20 Prozent der Befragten haben auch noch Freunde aus der Grundschule in ihrem Freundeskreis. 

Zu Schulzeiten hätten junge Erwachsene die meisten Freunde, sagt Schobin. Bis zur Geburt des ersten Kindes nehme die Zahl dann langsam ab, weil man sich zunehmend auf Partnerschaft und Familie konzentriert. Dann bleibe der Freundeskreis bis zum Auszug der Kinder etwa gleich groß – bis die Freunde langsam wegsterben

5

Jeder Fünfte hat Freunde über das Internet kennengelernt, die er persönlich noch nie gesehen hat.

Soziologe Janosch Schobin hält es für wahrscheinlich, dass diese Zahl zunehmen wird. Bei Menschen mit reinen Internet-Freunden handle es sich meistens um junge Männer, die sich über Online-Videospiele kennenlernen. "In den Spielen ist man aufeinander angewiesen – sonst stirbt man", erklärt Schobin. Das sei der Grund, warum sich dabei starke Freundschaften entwickeln würden.

Obwohl viele inzwischen jeden Tag stundenlang auf Instagram, Facebook und Co verbringen, denken laut der Umfrage 74 Prozent, dass man echte Freundschaften nur offline führen kann.

So viel zum Thema Freundschaft. Und nun wünschen wir euch und euren Freunden einen schönen internationalen Tag der Freundschaft. 

(Bild: Giphy)

Mit Material von dpa


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