Bild: Illustration Terence Eduarte, Montage bento
"Ich wünschte, ich hätte die Hälfte meiner Freunde nie getroffen"

Terence Eduarte zeichnet digitale Portraits und möchte kein Geld dafür. Kostenlos ist seine Arbeit aber trotzdem nicht.

Der 24-jährige Filipino hat sich etwas anderes überlegt: Einhundert Tage lang illustrierte er täglich Menschen, die ihm im Austausch dafür ein Geheimnis verraten haben.

Schon als kleiner Junge malt Terence leidenschaftlich gerne und bastelt mit Bleistiften und Post-its eigene Kartenspiele. Heute arbeitet er in der philippinischen Hauptstadt Manila als Illustrator. 

"Ich habe ganze Teile meines Lebens einfach erfunden“, erzählte diese Frau Terence. 

Das hunderttägige Projekt startete er im April unter dem Namen #100daysofsecrets. Zu Beginn stand fest: Es sollte um das Zeichnen von Portraits gehen. Für den Filipino waren die Illustrationen in erster Linie eine tägliche Übung, bei der er sowohl Freunde als auch fremde Personen zeichnete. „Wichtig war mir aber, dass sie alle eine Geschichte haben“, sagt Terence zu bento. Statt Geld zu verlangen, ließ er sich deshalb Geheimnisse erzählen.

Einige der Porträts seht ihr hier – natürlich mit den Geheimnissen, die sich dahinter verbergen:

"Ich habe eine Freundin erfunden, um mit meinen Depressionen klar zu kommen. Jetzt will ich, dass sie geht, aber sie ständig kommt zurück."
"Manchmal fürchte ich, dass ich Menschen nur zu meinem Vorteil ausnutze. Das macht mir Angst."
"Ich mag den Geschmack von Kaffee nicht. Aber manchmal kaufe ich mir einen, um ein Bild davon machen zu können."
"Bei der Hälfte meiner Freunde wünschte ich, ich hätte sie nie getroffen."
"Ich wurde von jemandem, den ich kannte, mit Drogen gefügig gemacht und vergewaltigt. Ich kann es niemandem erzählen, weil ich Angst habe, dass sie mir die Schuld geben. Meistens gebe ich mir auch die Schuld."
"Vor fünf Jahren habe ich auch meine dritte Freundin mit einem anderen erwischt. Da habe ich beschlossen, von nun an lieber einen Freund zu haben."
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Was Terence auf diese Weise erfuhr, überraschte ihn. „Die Menschen vertrauten mir Dinge an, über die sie normalerweise niemals sprechen würden“, sagt der 24-Jährige. Mit dieser Art der Offenheit habe er am Anfang nicht gerechnet. 

Seine Kunst sei für viele der abgebildeten Personen zu einer Art Ventil geworden.

Weitere Porträts findet ihr auf dem Instagram-Account von Terence.


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