Der Valentinstag ist vorbei und die Singles atmen auf. Das hat drei Gründe: Keine triefende Romantik mehr, reduzierte Pralinen in den Läden und die endlos lange Schlange vor dem Lieblings-Blumenladen hat sich aufgelöst . 

Die Singles sind eine besondere Art Mensch. Meistens treten sie alleine in Erscheinung, geben ungewöhnliche Laute von sich, wenn sie knutschende Paare sehen und verdrehen jedes Mal die Augen, wenn liebevolle Kosenamen wie "Schatzi" und "Hasipupsi" fallen. Aber woran erkennt man Singles sonst noch? 

Auf Twitter sammeln Nutzerinnen und Nutzer derzeit ziemlich lustige Erkennungsmerkmale für Singles.

Und ziemlich viele von ihnen sind so treffend, dass es fast schon wehtut.

"Du entschuldigst dich bei deinen Hunden, wenn du ausgehst."

"Die einzige Nachricht, die du letzte Woche erhalten hast, ist die Aufforderung deines Telefonanbieters, dass du doch bitte die Rechnung bezahlen sollst."

Andere Tweets zeigen: Eigentlich ist es gar nicht so schlecht, Single zu sein. 

"Du machst, was du willst, wann immer du willst."

Du möchtest ausgehen? Super! Du möchtest lieber zu Hause bleiben und dir auf der Couch fünf Staffeln deiner Lieblingsserie reinziehen? Auch gut. Du musst dich schließlich nach niemandem richten und machst einfach dein eigenes Ding – weil du Single bist. 

Das ganze Bett gehört nur dir. Du teilst es dir höchstens mit deinem Handy und der Fernbedienung. Kein "Rutsch doch mal!" mitten in der Nacht, kein Aufwachen von der Kälte, weil dir jemand die Decke weggezogen hat. All die kuscheligen Kissen gehören nur dir  – weil du Single bist.

Außerdem brauchst du auch keine Ohrenstöpsel, weil du niemanden hast, der dir ins Ohr schnarcht oder mit den Zähnen knirscht.

Du hast regelmäßige Dates mit den Streaminganbietern deines Vertrauens und kannst die Dates problemlos beenden, wenn sie dir zu langweilig werden – ohne, dass du dafür einen Notfall in der Familie vortäuschen musst. Weil du Single bist.

Das wohl wichtigste Argument: Du musst deine Pommes mit niemandem teilen. Das Kartoffelgold gehört nur dir. Du entscheidest, wie viel du essen möchtest und niemand verurteilt dich für dein Ketchup-Verteilungssystem – weil du Single bist.


Gerechtigkeit

In den USA bezahlen Lobbyisten Obdachlose fürs Anstehen – so regt sich Alexandria Ocasio-Cortez darüber auf

Wer neu in der Politik ist, kennt noch nicht das, was andere Tradition nennen. Sie oder er muss sich dann diesen Traditionen aber nicht unterwerfen. Und manchmal gar antworten: Nein, einfach nein.

In den USA hat nun die junge Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez eine umstrittene Praxis öffentlich gemacht – und bekommt dafür viel Anerkennerung.

Alexandria Ocasio-Cortez sah im US-Kongress, wie Lobbyisten Obdachlose und Arme für sich in Warteschlangen stehen lassen – und regte sich auf Twitter auf.

"AOC", wie sie abgekürzt wird, ist 29 Jahre alt und seit Januar neu im US-Kongress. Sie ist die jüngste Abgeordnete dort und gilt als Vorreiterin einer neuen Riege starker Frauen in der US-Politik. Ihre Arbeit teilt sie transparent im Netz, gegen Eliten, Alte und vor allem Trumps Politik teilt sie gerne aus – die einen lieben sie dafür, andere machen sie zum Feindbild Nr. 1.

Auf Twitter teilte AOC nun, was sie in den Fluren sah – sie hielt die Wartenden zunächst für Demonstranten. Ein Mitarbeiter klärte sie auf, dass es bezahlte "Line-Stander" seien. AOC schrieb, "schockiert" reiche als Beschreibung noch gar nicht aus: