Jan Böhmermann, Recep Tayyip Erdogan, Jo Cox, Nigel Farage, Michelle Obama, Donald Trump – die Schlagzeilen waren in diesem Jahr voll mit Helden und Anti-Helden, von Menschen, die für ihren Mut und Einsatz gefeiert oder für ihre Worte und Taten verurteilt wurden.

Was bei all den großen Namen schnell untergeht: Die wirklichen Helden sind oft keine bekannten Politiker, keine Stars, keine Berühmtheiten. Sondern ganz normale Menschen, die eine gute Idee verwirklichen, die nicht aufgeben, die sich für andere einsetzen – oder uns einfach zum Lachen bringen.

2016 haben wir viele solcher Menschen getroffen, wir haben mit ihnen gesprochen und über sie geschrieben.

Hier sind unsere Helden 2016:

Dennis Schoolman

(Bild: Frauke Lüpke-Narberhaus)

Dennis sitzt seit 14 Jahren im Rollstuhl, er ist unheilbar krank, sein Kleinhirn löst sich auf. Dennis wird sterben, er weiß nicht wann, er weiß nur, dass er nicht mehr viel Zeit hat. Und die will er nicht trauernd verbringen, sondern lachend.

Von Dennis kann man viel lernen, über Familie und Liebe, über Demut und Lebensfreude – und darüber, wie man es schafft, in ausweglosen Situationen den Humor nicht zu verlieren.

Aiham Shalghin

(Bild: dpa/Silas Stein)

Aiham ist vor einem Jahr aus Damaskus geflüchtet, jetzt lebt er in Deutschland – und gilt bereits als Musterbeispiel für gelungene Integration: Er arbeitet nämlich als Bademeister in einem Tübinger Freibad.

Nach einem Sommer voller Meldungen um tatsächliche oder vermeintliche sexuelle Übergriffe in Schwimmbädern war das für viele eine kleine Sensation – in jedem Fall war es eine Nachricht, die Mut macht.

Anas Aboura

Anas ist ebenfalls von Syrien nach Deutschland geflohen. Er möchte, dass sich Flüchtlinge und Deutsche besser kennenlernen – und hat sich deshalb etwas Besonderes überlegt:

Im Mai hat Anas zum ersten Mal eine orientalische Karaoke-Party veranstaltet. Einen Abend lang hat er versucht, Flüchtlinge und Deutsche gemeinsam zum Feiern zu bringen – und es hat funktioniert. Inzwischen findet die Party regelmäßig statt.

Ieshia Evans

Eine junge Frau im Sommerkleid wird von Polizisten in Kampfmontur festgenommen – dieses Bild von einem "Black Lives Matter"-Protest in der US-amerikanischen Stadt Baton Rouge sorgte weltweit für Schlagzeilen. Die Frau wurde zu einem Symbol für den friedlichen Protest in Baton Rouge – und für den Kampf gegen Polizeigewalt in den USA.

Candace Payne

Candace Payne hat eigentlich gar nichts Großes gemacht. Sie hat nur eine Chewbacca-Maske gekauft, sich damit ins Auto gesetzt – und ein Facebook-Live-Video gedreht. Vier Minuten filmte sie, wie sie sich mit der und über die Maske amüsiert – und zeigte uns damit, wie man sich über die kleinen Dinge im Leben freut.

Edith Arnold

(Bild: Franz Krekeler / bento)

Edith Arnold ist Sexualbegleiterin. Sie streichelt, massiert und befriedigt geistig oder körperlich behinderte Menschen – und hilft ihnen so, etwas auszuleben, was die Gesellschaft ihnen nicht zugestehen will: Lust.

Einige kritisieren die 28-Jährige deswegen, aber sie macht trotzdem weiter. Über einen wichtigen Job, den viele Menschen noch immer nicht anerkennen:

Jenna Behrends

Jenna ist Mitglied der CDU. Und sie ist wütend: Ihrer Meinung nach behandelt die Partei ihre Frauen sexistisch, alte Männerrunden hindern junge Politikerinnen am Aufstieg.

Um daran etwas zu ändern, hat die 26-Jährige einen offenen Brief geschrieben – und ausgesprochen, was viele junge Frauen erleben, nicht nur in der Politik.

Der Junge, der uns zeigte, worum es beim Fußball wirklich geht

Ein kleiner Junge hat uns allen nach dem Finale der Fußball-Europameisterschaft gezeigt, was echte Fairness ist: Er tröstete einen weinenden französischen Fan, dessen Mannschaft gerade verloren hatte – und zauberte ihm damit ein Lächeln ins Gesicht. Über vielleicht schönste Szene der EM:


Streaming

Diese Disney-Klassiker kommen mit echten Schauspielern ins Kino

Wer in den Neunzigern aufgewachsen ist, hatte das Glück, mit einigen großartigen Disney-Filmen groß zu werden: "König der Löwen", "Aladdin" oder "Pocahontas" haben uns so gut wie jedes Jahr zu Weihnachten einen schönen Kinonachmittag verschafft. In den nächsten Jahren will Walt Disney einige der Klassiker zurück auf die Leinwand bringen: als Realverfilmungen oder auch "Live-action"-Filme.

Dabei orientieren sich die Filme an den Original-Charakteren und der Original-Handlung, werden aber mit echten Schauspielern besetzt. Erst vor wenigen Wochen erschien der erste Trailer zur Realverfilmung von "Die Schöne und das Biest", die im März 2017 in die Kinos kommen soll.