Mit einer arbeitenden Mutter aufzuwachsen, macht unabhängig.

Chanda Kochhar ist Direktorin und CEO von ICICI, eine der größten Banken Indiens. Sie übernahm die Führung der Bank ausgerechnet zu der Zeit, als die globale Finanzkrise ausbrach.

Die Managerin wurde 1961 im indischen Bundesstaat Rajastan geboren und zählte 2015 zu den 100 einflussreichsten Frauen der Welt (Fortune List of 100 Most Powerful Women in Asia Pacific). Auch das Time-Magazin listet sie als eine der mächtigsten Frauen.

In einem offenen Brief an ihre Tochter schreibt sie, was es bedeutet, eine arbeitende Mutter zu sein und gibt Tipps zu Familie und Karriere. Der Brief wurde in "Legacy: Letters from Eminent Parents to Their Daughters" und von Chanda selbst auf dailyo.in veröffentlicht. Seitdem haben Tausende Menschen Chandas Ratschläge für ihre Tochter geteilt. Wir haben die wichtigsten neun Punkte herausgegriffen und übersetzt.

1. Dein Geschlecht spielt keine Rolle

"Meine Eltern haben mich und meine beiden Geschwister immer gleich behandelt. Sei es, wenn es um unsere Bildung, oder unsere Pläne für die Zukunft ging – niemand aus unserer Familie wurde aufgrund seines Geschlechts diskriminiert."

2. Deine Arbeit soll keinen negativen Einfluss auf deine Familie nehmen

"Arbeit ist nicht alles. Als eine Mutter mit Vollzeit-Job musste ich erst lernen, dass meine Arbeit die Beziehung zu meiner Familie nicht beeinflussen darf. Lass deine Kinder nicht spüren, dass du eine erfolgreiche, aber durchaus stressige Karriere hast."

3. Schau nach vorne, auch wenn die Situation schwierig ist

"Wie man mit schwierigen Situationen umgeht, muss man erst lernen. Wichtig ist, dass man dabei nicht vergisst, nach vorne zu schauen. Egal, wie schlecht es einem geht, Vorwärtskommen ist unabdingbar. Die Herausforderungen in deinem Leben gilt es anzunehmen, statt dich von ihnen runterziehen zu lassen."

4. Beziehungen sind keine Einbahnstraße

"Beziehungen müssen gepflegt werden. Einer anderen Person solltest du immer so viel geben, wie du auch im Gegenzug von ihr erwartest. Ich habe von meiner Mutter gelernt, mich an Lebensumstände anzupassen und keine Angst vor ihnen zu haben. Obwohl ich hart gearbeitet habe, war ich für meine Mutter und Schwiegereltern da, wenn sie mich gebraucht haben. Umgekehrt haben auch sie mich bedingungslos geliebt und unterstützt."

5. Umgebe dich mit einem starken Netzwerk, das dich unterstützt

"Meine Karriere wäre nicht so erfolgreich verlaufen, wenn ich deinen Vater nicht gehabt hätte. Er hat sich nicht einmal über die Zeit aufgeregt, die ich nicht zuhause verbracht habe. Wir haben unsere Beziehung gepflegt, selbst als wir beide mit unseren Karrieren beschäftigt waren."

If you had complained and whined about my extended absence from home, I would never have had the heart to make a career for myself.
Chanda Kochhar
6. Mit einer arbeitenden Mutter aufzuwachsen, macht unabhängig

"Als ich dich zu einer deiner Prüfungen begleitete, warst du darüber überrascht. Schließlich bist du es gewohnt, alleine hinzugehen. Deine Reaktion hat mich verletzt – dennoch denke ich, dass ich dich als arbeitende Mutter zu einem unabhängigen Menschen gemacht habe."

I learnt to have trust and faith in you and you have now grown into a wonderful, independent woman.
Chanda Kochhar

"Ich habe gelernt, Vertrauen und Mut in dich zu haben. Heute bist du eine wunderschöne junge Frau."

7. Stehe für Dinge ein, an die du glaubst

"Habe die Überzeugung, dass das, was du machst, richtig ist. Sobald du dir deiner Werte und Ansichten sicher bist, darfst du dich von keinem Skeptiker der Welt von deinen Vorhaben abbringen lassen."

Don't let skeptics distract you from your path.
Chanda Kochhar
8. Achte auf die Gefühle deiner Mitmenschen

"Denke immer daran: Erst wenn du Stress zulässt, spielt er eine Rolle in deinem Leben."

9. Das Leben besteht zu gleichen Anteilen aus guten und schlechten Phasen

"Du wirst lernen müssen, mit beiden Situationen gelassen umzugehen. Mach das Beste aus dem, was das Leben für dich bereit hält, und lerne von jeder Gelegenheit und jeder Herausforderung."

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Max in seiner ersten Berlin-WG: Anarchie oder Ausziehcouch?
Die besten Partys schmeißt immer noch Mutti.

Die hier zum Beispiel: "Auf dem gesamten Grundstück herrscht striktes Rauchverbot und Alkoholkonsum kommt selten und dann nur in geringem Maße vor.“ Oder die hier: "Wir suchen jemanden, der oder die nicht nur zum Partymachen nach Berlin kommt (gerne 30+) und gute Deutschkenntnisse mitbringt.“

Halleluja, da behaupte doch einer, die Hauptstadt sei cool und weltoffen! Beides sind Anzeigen auf Berliner Wohnungsportalen. Meine Freunde und ich waren auf der Suche – hatten aber auf diese verklemmte Prenzlauer-Berg-Einstellung keinen Bock. Also beschlossen wir, eine eigene WG zu eröffnen. Ganz young, wild and free!