Alle reißen sich um Autorin Kristen Roupenian.

Ihre Kurzgeschichte über ein unangenehmes Date hat sich rasend schnell verbreitet – jetzt wurde Kristen Roupenian, der Autorin von "Cat Person", ein Buchvertrag angeboten. Und die Verlage reißen sich um sie.

Das Leben von Kristen hat sich innerhalb der vergangenen Woche ganz schön verändert. 

Für einen Autor ist es schon ein großer Moment, wenn das renommierte US-Magazin "The New Yorker" eine Geschichte von einem druckt. Aber wenn diese Geschichte dann auch noch viral geht und plötzlich alle mit einem Interviews führen wollen, dann ist es wirklich etwas Besonderes. 

Der New Yorker meldete wenige Tage nach der Veröffentlichung, dass "Cat Person" die meistgelesene fiktive Geschichte des Jahres für das Magazin war. Bei all der Aufregung ist es kein Wunder, dass sich nun etliche Verlage darum reißen, Kristen Roupenians erstes Buch zu verlegen. 

In Großbritannien hat sich der Verlag Jonathan Cape durchgesetzt. Er soll laut Guardian einen "hohen fünfstelligen Betrag" gezahlt haben. 

Warum ist es den Verlegern das wert? Roupenian habe mit ihrer Geschichte die Vorstellungskraft der Menschen so sehr aktiviert, dass es zu einem Phänomen wurde, begründete der Verlag seine Entscheidung. "Das sieht man in literarischer Fiktion sehr selten", sagte eine Verantwortliche dem Guardian.

Das Buch wird eine Sammlung von Kurzgeschichten und soll den Titel tragen "You Know You Want This". 

Die Geschichten der Sammlung handeln nicht alle von Beziehungen. "Sie sind düster, witzig, respektlos, verschieben Grenzen und sind sehr unterschiedlich", heißt es vom Verlag.

In den USA bieten jetzt offenbar mehrere Verlage um die Buchrechte. Dort soll die Summe um einiges höher sein: Es heißt, sie läge bereits über einer Million US-Dollar.

Ganz schön verrückt für Roupenian. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie beinahe gar nicht Schriftstellerin geworden wäre. In einem Interview mit dem New Yorker sagte sie, vor fünf Jahren wäre sie beinahe in den Auswärtigen Dienst eingetreten, obwohl sie eigentlich schon immer Autorin werden wollte.

Doch dann kam ein Aha-Moment. 

Eines Abends traf sie sich mit einer Freundin in einer Bar und erzählte ihr während ein paar Bieren ganz begeistert, dass sie in diesem Job das zweitbeste Leben haben würde, das sie sich für sich vorstellen konnte. Ihre Freundin sagte nur:

Das klingt wie ein schrecklicher Grund, diesen Job anzutreten. Du wirst am Ende deines Lebens bereuen. Du solltest deinen Roman schreiben.

Und das tat sie.

Manchmal braucht man wohl einfach von den besten Freunden einen kleinen Tritt in den Hintern.


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