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Denn wer besucht uns regelmäßiger als der Postbote?

Wer besucht uns eigentlich regelmäßiger als unser Postbote? Vermutlich niemand. Das dachte sich auch die Stadt Bremen – und startet deshalb in Kürze ein Pilotprojekt: Postboten sollen dort in Zukunft nicht nur Briefe austragen, sondern auch Senioren Hausbesuche abstatten.

Die Aufgaben der Postboten: Bargeld vorbeibringen, Wohlergehen erfragen.

Der Service ist Teil eines bundesweiten Projekts und soll Senioren dabei helfen, länger in ihren eigenen vier Wänden leben zu können. Die Briefträger sollen regelmäßig bei älteren Menschen klingeln, um beispielsweise zu fragen, wie es ihnen geht. Ist alles in Ordnung, sollen die Postboten Angehörigen beruhigende SMS schicken, wenn nicht, können sie im Notfall Sanitäter rufen. 

Der Service wird die Rentner eine bisher noch unbestimmte Gebühr kosten. Losgehen soll es schon im Mai. Im Vorfeld hatte die Stadt Bremen einen Wissenschaftler engagiert, der Senioren nach ihren Wünschen und Anregungen gefragt hat.  (FAZ)

Außerdem ist eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfsdiensten, Wohlfahrtsverbänden und Sparkassen vorgesehen. 

Die möchten Dienstleistungen anbieten, um den Senioren den Alltag zu erleichtern. Gemeinsam mit der Sparkasse wird die Post beispielsweise einen kostenpflichtigen Bargeldlieferservice einführen, bei dem Kunden telefonisch bis zu 500 Euro bestellen können. Andere Dienste putzen für wenige Euro pro Stunde die Wohnung, waschen Wäsche, kochen oder spielen mit den Rentnern. 

Auch über solche Dienstleistungen sollen die Postboten die Senioren informieren. Denn oft sei älteren Menschen gar nicht bewusst, welche Hilfsmöglichkeiten es in ihrer Stadt überhaupt gebe, so der wissenschaftliche Leiter des Projekts, Herbert Kubicek. (Tagesschau.de)

Zunächst soll das Projekt bis Ende 2019 gehen, im Anschluss wird es von einem Wissenschaftler ausgewertet.

Ob es auch auf andere Städte ausgeweitet wird, ist noch offen. 2014 hatte die Post bereits ein ähnliches Projekt im Ruhrgebiet gestartet. Dieses weckte aber nicht das Interesse der Senioren und wurde deshalb nach nur wenigen Monaten wieder eingestellt. Ob das Projekt dieses Mal eine Zukunft hat, bleibt deshalb abzuwarten.


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