Willkommen, Julia!
Was ist passiert?

Eine der berühmtesten Kinderserien überhaupt bekommt Zuwachs: Julia wird die neue Freundin von Elmo und Co. in der Sesamstraße. Das Außergewöhnliche daran: Julia ist autistisch.

Julia in der Sesamstraße

Die Abenteuer von Julia sind Teil einer neuen Initiative von Sesame Workshop, der Organisation hinter der Sesamtraße, die Kindern zwischen zwei und fünf Jahren Autismus erklären soll. Die Geschichte gibt es als App und als interaktive Website.

Warum ist das wichtig?

Die Macher wollen mit der neuen Figur Vorurteile gegenüber Kindern mit Entwicklungsstörungen abbauen - und so betroffenen Kindern helfen. "Autistische Kinder werden fünfmal so häufig gehänselt, wie andere", sagte Jeanette Betancourt, Sprecherin des “Sesam Workshops” dem "People-Magazin". In den USA sei eines von 68 Kindern autistisch. “Die Initiative soll zum Verständnis der Menschen beitragen und Wissen über die Krankheit vermitteln”, so Betancourt.

Julia soll den Zuschauern aus ihrer kindlichen Perspektive nahebringen, was Autismus bedeutet. Dadurch sollen Kinder - aber auch Eltern - lernen, wie sie mit autistischen Kindern umgehen können. “Wenn wir bestimmte Verhaltensweisen aus Sicht des Kinder erkären, fühlen sie sich automatisch sicherer im Umgang miteinander”, erklärte Betancourt. “Wenn du fünf Jahre alt bist und siehst, dass ein anderes Kind keinen Augenkontakt mit dir aufnimmt, denkst du vielleicht, dass es nicht mit dir spielen will. Aber das ist nicht wahr.”

Gibt es einen Song?

Aber klar gibt es einen Song!