Eine Medizin ohne Nebenwirkungen

Was Spaß macht, ist nicht gesund, und was gesund ist, macht keinen Spaß – so lautet eine alte Lebensweisheit. Und immer wieder wird sie bestätigt: Cheeseburger verstopfen die Adern, Brokkoli kratzt sie wieder frei. Die Nacht durchfeiern ist super und super ungesund, früh aufstehen und joggen ist dagegen genauso wohltuend für den Körper wie schlecht für die Laune.

Umso schöner ist es, wenn es mal andersherum ist. Wenn etwas, das sowieso angenehm ist, sich auch noch als gesund herausstellt. Darum lesen Menschen gerne Artikel, dessen Überschrift die heilende Wirkung von Schokolade, Kaffee und Rotwein verspricht. Darum interessiert man sich dafür, wie viele Kalorien ein Mensch zum Beispiel beim Küssen verbraucht.

Für alle, die diese Leidenschaft für gleichzeitig angenehme und gesunde Dinge teilen, kommt jetzt die schönste Nachricht überhaupt:

Lachen ist gesund 

Wieso das so großartig ist? Erstens gibt es wohl niemanden auf der Welt, der nicht gerne lacht. Und im Gegensatz zum Beispiel zu Schokolade hat Lachen keine echten Schattenseiten. Es macht nicht dick, es schadet den Zähnen nicht… Das Schlimmste, was einem beim Lachen passieren kann, ist das man sich vor Lachen in die Hose macht. Und mal ehrlich: Wenn es so weit kommt, war der Witz es wert.

Lachen ist also eine Medizin nahezu ohne Nebenwirkungen. Was genau tut es aber Gutes für den menschlichen Körper? Erste Antworten auf diese Frage liefert die relativ junge Fachrichtung der Gelotologie, welche die Auswirkungen des Lachens auf das physische und psychische Wohlbefinden erforscht. 

Dort hat man Hinweise auf alle möglichen positiven Auswirkungen gefunden:

1

Erstmal ist Lachen ein ziemlich gutes Work-Out. An einem herzhaften Lachen sind um die 100 Muskeln beteiligt – vor allem im Gesicht, in der Brust und im Bauch. 20 Sekunden Lachen entsprechen grob der körperlichen Anstrengung von drei Minuten schnellem Rudern. Kein Wunder, dass man nach einem lustigen Abend mit ordentlich Muskelkater im Bauch aufwachen kann. 

2

Wie beim Rudern auch, beschleunigt sich beim Lachen die Atmung, wodurch der Körper mit Sauerstoff geflutet und die Durchblutung angeregt wird. Auch die Verdauung kommt auf Touren, sodass es ironischerweise gut für die schlanke Linie ist, sich regelmäßig zu kugeln.

3

Ein ausgiebiges Lachen dämpft außerdem die Produktion von Stresshormonen, baut Anspannung ab und kann sogar für ein langanhaltendes Glücksgefühl sorgen, weil das sogenannte Glückshormon Serotonin ausgeschüttet wird. Das funktioniert übrigens schon, wenn man einfach grundlos lächelt. Das Gehirn merkt das, denkt: „Wird schon seinen Grund haben, dass wir hier lächeln“ und produziert Entspannung.

4

Angewandt wird Lachtherapie bisher vor allem zur Schmerzbekämpfung. So fand man heraus, dass Menschen Schmerz weniger intensiv wahrnehmen, wenn sie durch lustige Dinge abgelenkt werden. In Kinderkrankenhäusern wird dieses Prinzip aktiv genutzt, indem zum Beispiel regelmäßig Clowns zu Besuch kommen. 

5

Untersuchungen ergaben, dass man nach dem Lachen mehr Abwehrstoffe im Blut hat, die Viren und sogar Krebszellen bekämpfen. Ob diese Erhöhung jedoch wirklich dazu beiträgt, Menschen besser gegen Krankheiten zu schützen, muss noch endgültig belegt werden. 

Was hat all das mit der DAK-Gesundheit zu tun? 

Als Krankenkasse kümmert sie sich nun seit bald 250 Jahren darum, dass Menschen gesund werden und gesund bleiben. Wenn ein herzhaftes Lachen dazu beitragen kann, ist sie natürlich mehr als dafür.

Jeden Tag, in jeder neuen Situation, im Job, bei Freunden, mit der Familie und im Netz sollte man sich bemühen, so freundlich und empathisch zu sein, wie möglich. Wenn man sich in seine Mitmenschen hineinversetzt, lernt man, andere Sichtweisen zu akzeptieren und merkt, dass unterschiedliche Menschen gar nicht so verschieden sind, wie es auf den ersten Blick oft scheint. Und das ist auf mehr als eine Art gut fürs Herz. Darum gilt:

Gesund sein ist gut, gut sein ist gesünder.

Unter diesem Motto steht die DAK-Gesundheit mit der Initiative „Für ein gesundes Miteinander“ für mehr Respekt, Freundlichkeit und Rücksicht ein – alles Dinge übrigens, die anderen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern können.

In diesem Sinne: Lach mal wieder! Und wenn du den einen oder anderen damit ansteckst – umso besser! 


Gerechtigkeit

Schule in Schweden setzt "MeToo"-Aufklärung auf den Lehrplan
Was die Mädchen und Jungs dabei lernen sollen.

Etwas mehr als ein Jahr ist die #MeToo-Bewegung nun alt. Angefangen hat alles mit den Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein

In den Wochen und Monaten darauf teilten immer mehr Menschen – darunter auch zahlreiche Schauspielerinnen und ein Schauspieler – ihre Geschichten und zeigten, dass Belästigung, Vergewaltigung und Misshandlung zum Alltag gehört.

In Schweden ist #MeToo jetzt sogar Teil des Unterrichts. 

Alle 15-Jährigen Schülerinnen und Schüler der "Tullbroskolan" in Falkenberg nehmen an einer zweistündigen Unterrichtseinheit teil und lernen mehr über sexuelle Belästigung. Gemeinsam mit drei weiteren Kolleginnen und Kollegen plante Lehrerin Anna Karin Nilsson den Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler "wissen bereits einiges über die #MeToo-Bewegung, sie begreifen aber noch nicht, dass es auch sie persönlich betrifft", sagte sie. (The Local)

Wie ist der Unterricht aufgebaut?

Mädchen und Junges werden für einen Teil des Unterrichts getrennt, Lehrer arbeiten mit den Jungs, Lehrerinnen arbeiten mit den Mädchen. Den Jungs soll nicht das Gefühl gegeben werden, dass sie ständig beschuldigt werden – stattdessen müsse man mit ihnen darüber reden, wie eine gleichberechtigte Gesellschaft entstehen kann, so Anna Karin Nilsson.

Bei den Schülerinnen und Schülern kommt der Unterricht gut an.

Ihm sei nicht bewusst gewesen, wie groß das Problem ist und dass davon so viele Menschen betroffen sind, sagte ein Schüler. "Man hört viele Witze und hässliche Worte. Ich denke, dass der Unterricht das etwas reduzieren wird", sagte eine Schülerin. (SVT)