Bild: Getty Images/Stuart C. Wilson

Die Gema und YouTube haben sich nach Jahren des Streits geeinigt: Ab sofort kannst du viele internationale Musikvideos auch in Deutschland schauen (bento). Bisher waren die Songs von Beyoncé & Co. aus Lizenzgründen gesperrt.

Die Einigung gilt ab sofort, Stück für Stück werden alle Videos freigeschaltet. YouTube zahlt nun an die Gema. Über die Höhe der Summe schweigen beide Seiten allerdings.

Schön, dass wir endlich Musik ohne nervige Sperrung streamen können. Aber Achtung, das gilt auch für anstrengenden Euro Dance, Trance Trash und Pop-Sünden. Vom "Crazy Frog" bis Justin Bieber ist nun alles erlaubt.

Danke, Gema!
Diese 10 schrecklichen Songs sind jetzt leider auch verfügbar:
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Genau dein Ding? Dann kannst du sicher diese Neunziger-Songs an einem Screenshot erkennen:

Lass uns Freunde werden!


Gerechtigkeit

Yussuf will leben. Und kämpft als Flüchtling im Libanon gegen den Krebs

"Ich habe beschlossen zu leben", sagt Yussuf. Er steht am Fenster des Krankenhauszimmers, blickt hinab auf die staubigen Straßen Beiruts. Dünn, fast durchsichtig, spannt die graue Haut über seinen kahlen Schädel. Yussuf sieht aus wie ein greiser Mann, dabei ist er erst 13 Jahre alt. Aus seiner Brust ragt ein Schlauch, der den kleinen mageren Körper mit Chemikalien vollpumpt. Rituximab, Cyclophosphamid, Prednison. Yussuf kennt sie alle beim Namen. "Ich muss Arzt werden und ein Medikament erfinden, damit kein Kind mehr sterben muss, weil es arm ist."

Eigentlich dürfte Yussuf gar nicht mehr leben. Eigentlich hat er sein Todesurteil schon vor zwei Jahren bekommen: diffuses großzelliges B-Lymphom. Lymphdrüsenkrebs. In Deutschland bedeutete das: Diagnose, Chemo und in 70 Prozent der Fälle auch Heilung. Für einen Flüchtlingsjungen im Libanon, für Yussuf heißt das: Sterben.