​Ob Du willst oder nicht, YouTube wird dir in Zukunft Werbung zeigen.

YouTube plant einen Vorstoß in den mobilen Werbemarkt und wird im Zuge dessen ab Mai neue, nicht überspringbare Werbeclips einführen. Zach Lupei, Produktmanager bei Google, hat das "Bumper ads" genannte neue Werbeformat in einem Beitrag auf dem AdWords-Blog vorgestellt.

Lupei schreibt in dem Blogpost, die "Bumper ads" seien ideal, um Zielgruppen vollständiger und häufiger zu erreichen als bisher, besonders auf mobilen Endgeräten, wo kurze Videos für zwischendurch gut funktionierten. Folgerichtig hat Google dabei Werbekunden im Sinn, die ihr Publikum mobil erreichen wollen. Die Hälfte der Nutzer zwischen 18 und 49 betrachte Videos bevorzugt auf dem Smartphone.

Der Suchmaschinenkonzern vergleicht die Werbeschnipsel mit "kleinen Video-Haikus" und bietet Werbetreibenden die neue Funktion ab Mai an, nachdem ein Testlauf mit dem Plattenlabel Atlantic Records schon erfolgreich verlaufen ist.

Bei der Laufzeit des neuen Werbeformats hat YouTube sich vom Konkurrenten Vine inspirieren lassen, dessen Markenzeichen die Beschränkung auf exakt sechs Sekunden lange Videos ist. Dass die Stars dieser Videoplattform ihre Inhalte schon länger mit dem einen oder anderen sechssekündigen Werbespot monetarisieren, hat ihrer Glaubwürdigkeit nicht geschadet. Indem YouTube ebenso lange Spots in Videos mit längerer Laufzeit einbaut, möchte der Marktführer sich sein Stück des Kuchens sichern.

Dabei gibt YouTube allerdings sein bisheriges, längeres Werbeformat nicht auf, sondern empfiehlt Firmen, die "Bumper ads" mit anderen Formen der Werbung zu kombinieren. Die Werbekunden selbst haben in der Vergangenheit nach Mitteln gegen das fast schon automatische Wegklicken nach den obligatorischen fünf Sekunden Wartezeit gesucht, die YouTube "True View" nennt. Das führte dann zu ansprechenderer Werbung, beispielsweise der legendären Old-Spice-Serie oder den Videos des Autoversicherers Geico, die alle relevanten Informationen in die ersten fünf Sekunden packen und danach einfach nur ins Skurrile abdriften.

Die Werbeagenturen werden sich angesichts der "Bumper ads" wahrscheinlich neu orientieren und ihre Ansprache dem neuen Format anpassen, wobei sie hoffen müssen, dass Zwangswerbung ihr Publikum nicht dazu bringt, das ganze Video sofort wieder wegzuklicken. Aber immerhin dauert ein ganzer Spot nur eine Sekunde länger als die bisherig gewohnte Wartezeit, bis man die Werbung überspringen konnte — auch wenn eine Sekunde im Internet sich schon mal wie eine halbe Ewigkeit anfühlen kann.

Dieser Beitrag von Rae Votta ist zuerst auf The Daily Dot erschienen. Übersetzung: Johannes Korn


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