Bild: Matthias Kremp
Sticker! Emojis! Fotos!

Apple hat am Montagabend mehreren tausend Entwicklern und Journalisten auf der WWDC 2016 neue Software für iPhones, Macs, Apple-TVs und Uhren gezeigt. Nutzer müssen allerdings noch bis Herbst auf die Updates warten. Hier sind unsere fünf Highlights:

1. Bunt, bunter, iMessage

Apples iMessage bekommt neue Funktionen und sieht künftig weniger nach SMS und dafür mehr nach Facebook Messenger, WhatsApp, WeChat und Line aus:

(Bild: Giphy )
  • Antworten aus Emojis werden 3x größer als bisher dargestellt.
  • Nachdem man mühsam Wörter wie "Hochgeschwindigkeitszug" ins Handy getippt hat, gibt es nun Vorschläge, welche sich durch ein Emoji ersetzen lassen.
  • Es gibt Sticker.
  • Schickt man Links auf Webseiten oder YouTube-Videos, gibt es dazu Titel und Vorschaubilder.
  • Texte und Bilder lassen sich zum Freirubbeln verschicken.
  • Man kann Kritzeleien bzw. Handschrift verschicken.
  • Es gibt Fullscreen-Effekte wie zum Beispiel ein Feuerwerk.
  • Drittanbieter sollen Apps für iMessage anbieten können – etwa Essenslieferdienste.

Apple holt langsam auf – fehlen nur noch die Gesichtsfilter aus Snapchat und Chat-Roboter.

2. Apples neues Spotify

Weil Apple Musik zu kompliziert ist und niemand kapiert, was sich hinter den Icons verbirgt, gibt es ein neues Apple Musik mit großen Überschriften.

Apple-Managerin Bozoma Saint John zeigte außerdem eine neue Funktion: Lyrics werden automatisch aus dem Netz gezogen und angezeigt. Was Saint John dann auch gleich mal mit "Rapper's Delight" von der Sugar Hill Gang und dem Publikum ausprobierte.

3. Alternative zu Google Fotos

Google Fotos ist ein faszinierendes wie praktisches Programm: Schnappschüsse werden automatisch sortiert und Gesichter erkannt, sucht man nach "Paris", findet die App Fotos, die in Paris entstanden sind. Sogar kleine Filme schneidet Google Fotos aus einem Urlaub oder Kurztrip zusammen.

Das kann Apples Fotos demnächst dann auch alles.

4. Konkurrenz für Paypal

In einigen Ländern gibt es einen Bezahldienst namens Apple Pay. Man geht in ein Geschäft, hält an der Kasse sein Handy vor einen Sensor – und kann dann auf dem Telefon die Zahlung bestätigen. Künftig soll das auch im Web funktionieren. Sitzt man an seinem Mac und klickt auf einen Kaufen-Button, meldet sich das Handy, auf dem man mit einem Fingerabdruck die Überweisung freigibt.

Praktisch – nur in Deutschland gibt es auch in nächster Zeit kein Apple Pay.

5. Weg mit den Apps!

Fast jeder iPhone-Nutzer hat einen Ordner oder einen Screen weiter hinten, um ungewollte Apps zu sammeln. Viele der bisher vorinstallierten und unlöschbaren Apps sollen sich künftig entfernen lassen, darunter Maps, Kompass, Watch, Aktienkurse, Wetter und Musik. Weiterhin fest installiert bleiben Apps, die tief ins System eingebunden sind, zum Beispiel Kamera, Fotos und Nachrichten.

Bye-bye!

Lass uns Freunde werden!


Haha

"Fifty Shades of Snape": Wenn Harry Potter in einem anderen Verlag erschienen wäre
Ein deutscher Mediendesigner entwirft geniale Cover für fiktive Harry-Potter-Bücher.

Ungefähr zwölfmal wurde Joanne K. Rowling mit ihrem Skript für den ersten "Harry Potter" von verschiedensten Verlagen abgelehnt. Eine ziemlich schlechte Entscheidung, wenn man bedenkt, dass die Marke inzwischen etwa 15 Milliarden Dollar wert ist. Aber wäre Harry Potter in anderen Verlagen auch so erfolgreich geworden? Der Buchhändler und Mediendesigner Daniel Hanowski aus Krefeld gibt mit seiner Bilderserie "Fictional Book Covers" einen Eindruck davon, was die Verlage den Kunden dann vielleicht angeboten hätten.

In den witzigen Fotomontagen wandern die Bücher und Themen aus dem Harry-Potter-Universum zwischen verschiedenen Verlagen, Genres, Belletristik und Sachbuch hin und her. Da liegt dann auch schon mal das "Gesetz zum Gebrauch des Zauberstabes" oder "Die Muggelisierung des Abendlandes" im Buchladen.