Bild: dpa

Liebeserklärungen, Fotos im Bikini oder Lästereien über Studienkollegen – bei WhatsApp teilen wir täglich äußerst Privates aus unserem Leben. Ab sofort werden die Gespräche verschlüsselt – und zwar auf sämtlichen Plattformen, wenn beide Gesprächspartner die aktuelle Version installiert haben. Das gab WhatsApp am Dienstag bekannt.

Die Ankündigung seht ihr auch im Messenger:
(Bild: Screenshot bento)
Was bedeutet die Verschlüsselung?

Die Nachrichten, die sich WhatsApp-Nutzer schicken, werden von Ende zu Ende verschlüsselt. Das bedeutet, dass nur der Empfänger eine für ihn bestimmte Nachricht entschlüsseln kann. Dritte können weder normale Nachrichten, Gruppenchats und Fotos noch ausgetauschte Dateien und Telefonate auf allen Smartphone-Plattformen mitlesen. Hier findet ihr technische Details: WhatsApp

Zuvor hatte es immer wieder Kritik gegeben, dass WhatsApp nicht sicherstellt, dass Chats geheim bleiben. Unter Android verschlüsselt WhatsApp schon länger – mit Einschränkungen. Der Nutzer konnte nicht überprüfen, ob ein Gespräch wirklich verschlüsselt wird. Hat er mit einem Nutzer des Apple-Betriebssystems iOS kommuniziert, war die Sicherheit gar nicht mehr gegeben, berichtet heise.de.

Bereits im November 2014 hatte WhatsApp bekanntgegeben, den Messenger mit der Verschlüsselung auszustatten. Hierfür kooperierte das Unternehmen mit Open Whisper Systems, die auch für den sicheren und von Edward Snowden empfohlenen Messenger Signal zuständig sind. (t3n)

Einer der Gründer von WhatsApp, Jan Koum, sagte im Interview mit dem Focus: "Die Welt braucht mehr Verschlüsselung, denn mehr und mehr Daten werden digitalisiert. Unsere gesamte Industrie marschiert in diese Richtung."

Was ist noch neu?

Ist derjenige, dem ich schreibe, auch wirklich der, den ich meine? Das kann man jetzt mit einem QR-Code überprüfen, der in den jeweiligen Chats mit den Freunden erscheint. Der Code muss dann einmalig gegenseitig eingescannt werden, wenn man im realen Leben aufeinander trifft. Anschließend ist der Kontakt verifiziert.

Welche Kritik gibt es?

Zum Beispiel, dass WhatsApp immer noch die Nummer einsehen kann:


Today

Nach Anschuldigungen wegen Briefkastenfirma: Islands Premier tritt zurück

Islands Premierminister Sigmundur David Gunnlaugsson ist nach den Enthüllungen rund um die "Panama Papers" und die Kanzlei "Mossack Fonseca" zurückgetreten. Das gab der Vizevorsitzende von Gunnlaugssons Fortschrittspartei bekannt. (tagesschau)

Die Daten der Anwaltskanzlei belegen nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung", dass Gunnlaugssons Frau eine Briefkastenfirma besaß, die Anteile an den 2008 zusammengebrochenen isländischen Banken hielt. Gunnlaugsson sei bis 2009 an der Firma beteiligt gewesen.