Bild: dpa/Martin Gerten
Drei Fragen und Antworten zu der Kehrtwende

Während andere Messenger zum Teil in Werbung versanken, blieb WhatsApp bisher stets ein werbefreier Ort. 2012 zitierte WhatsApp-Gründer Jan Koum noch "Fight Club" und versprach, in seiner App werde es niemals Anzeigen geben (WhatsApp). Doch jetzt kündigte Geschäftsführer Matt Idema in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an, ab nächstem Jahr Werbung auf WhatsApp schalten zu wollen.

Wo wird die WhatsApp-Werbung erscheinen?

Wer sich jetzt Sorgen macht, dass die Werbeanzeigen alle zwei Sekunden den Chat mit dem Schwarm überschatten, kann aufatmen. Die Anzeigen sollen nicht in den privaten Chats erscheinen. Sie sollen im "Status"-Bereich geschaltet werden, der ähnlich funktioniert wie die Storys bei Instagram. 

Warum entscheidet sich WhatsApp jetzt doch für Werbung?

WhatsApp hat rund 1,5 Milliarden Nutzer. Die App für all diese Leute zu betreiben, kostet den Mutterkonzern Facebook viel Geld. Im Jahr 2014 gab Facebook 19 Milliarden Euro für WhatsApp aus (Süddeutsche Zeitung). Seitdem sucht der Konzern nach Möglichkeiten, mit dem Service Geld zu verdienen. Die geplanten Werbeeinnahmen sollen dabei helfen, WhatsApp aus der Verlustzone zu bringen. 

Gibt es eine Möglichkeit, die Werbung zu umgehen?

Ja, WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzer sollen selbst einstellen können, ob sie Werbung sehen wollen oder nicht. Geschäftsführer Idema kündigte außerdem an, mit größeren Unternehmen kooperieren und so hohe Einnahmen erzielen zu wollen. WhatsApp wird den Firmen dazu künftig den direkten Kontakt mit Kundinnen und Kunden ermöglichen.

Mit Material von dpa


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