So leicht dürfte es nicht werden.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar will Facebook mit einer Anordnung zwingen, Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern nicht mehr zu erheben und zu speichern. Auch bereits übermittelte Daten müssten gelöscht werden.

Damit will Caspar eine neue Bestimmung von WhatsApp verhindern: Seit Ende August fordert der Messenger seine Nutzer auf, einer Änderung der Datenschutzrichtlinie zuzustimmen. Die erlaubt, dass WhatsApp deine Mobilfunknummer sowie Art und Dauer deiner WhatsApp-Verbindungen an Facebook weitergeben kann (bento I). WhatsApp ist seit zwei Jahren ein Tochterunternehmen von Facebook, beide arbeiten daher zusammen.

Was genau fordert Caspar?

Caspar bemängelt, dass die rund 35 Millionen deutschen WhatsApp-Nutzer nicht vom Unternehmen gefragt wurden, ob sie die Verknüpfung mit Facebook wollen. "Dazu muss Facebook sie vorab um Erlaubnis fragen. Dies ist nicht geschehen", sagt Caspar in einer Stellungnahme. Zudem würde Facebook so an Telefonnummern von Personen herankommen, die weder WhatsApp noch Facebook nutzen – aber im Handyspeicher eines WhatsApp-Kunden sein können.

WhatsApp hatte in der Vergangenheit versprochen, seine Daten nicht mit Facebook zu teilen. Mit den geänderten Richtlinien im August kippte der Messengerdienst dieses Versprechen. Nutzer sollten jedoch auch nach den Änderungen die Möglichkeit haben, ihre Daten geheim zu halten. Dafür mussten sie an einer Stelle der AGBs gezielt widersprechen (bento II). Caspar hat nun eine sogenannte Verwaltungsanordnung gegen Facebook verhängt.

So können Nutzer den AGBs widersprechen:
Früher oder später bekommt ihr eine Aufforderung von WhatsApp, den neuen AGBs zuzustimmen. Das sieht dann so aus:
Tippe NICHT auf Zustimmen, sondern auf LESEN. Dann geht eine neue Seite auf.
Unten rechts siehst du ein Auswahlkästchen. Nimm entweder das Häckchen raus oder rücke den Schieberegler nach links. Danach kannst du auf Zustimmen tippen, ohne dass deine Daten weitergegeben werden.
Falls du den AGBs schon zugestimmt hast, ohne das Häckchen rauszunehmen, hast du 30 Tage Zeit, das doch noch zu tun.
Geh bei WhatsApp zu "Einstellungen" > "Account" > "Meine Account-Info teilen". Dort findest du auch ein Auswahlkästchen, aus dem du das Häcken rausnehmen bzw. den Schieber nach links rücken kannst.
1/12
Welche Chancen hat die Anordnung?

Facebook muss nicht sofort darauf eingehen – sondern kann erst mal Widerspruch einlegen. Dann würden sich beide Seiten vor Gericht sehen und der Streit kann dauern.

Bereits vor zwei Jahren wollte Caspar unter anderem Google mit einer Verwaltungsanordnung zwingen, keine Persönlichkeitsprofile von Nutzern zu bilden. Daraus ist jedoch nichts geworden. (SPIEGEL ONLINE)

Lass uns Freunde werden!

Mehr zum Thema:


Gerechtigkeit

Trump lügt! Twitter beweist es

Der am meisten geteilte Tweet nach dem TV-Duell zwischen Clinton und Trump ist zwar schon aus dem Jahr 2012. Aber er hat nichts an Aktualität verloren.

Während der Debatte griff Clinton Trump zum Thema Klimawandel an. Sie warf ihm vor, dass er das Phänomen immer wieder verleugnet habe. Der Schlagabtausch lief so: