Bild: Getty Images
Ein Kettenbrief warnt vor "Whatsapp Gold". Das steckt dahinter.

Zur Zeit kursiert ein Kettenbrief auf WhatsApp, der in panischen Worten vor einem Trojaner namens "Whatsapp Gold" warnt. Dazu kommt meist der Hinweis, auch das ZDF habe bereits darüber berichtet.

Was ist dran an dieser Warnung?

Anders als berichtet, hat das ZDF nicht vor "Whatsapp Gold" gewarnt. Überhaupt sind die Warnungen vor dem angeblichen Trojaner nicht neu. Es gab sie schon im Juli, auch im Juni, außerdem im Mai und davor schon einmal im Sommer 2015. Diese Nachrichten sind in erster Linie also vor allem ein Kettenbrief, der nicht tot zu kriegen ist und immer wieder verschickt wird. Momentan wohl vor allem deshalb, weil WhatsApp vor kurzem seine Datenschutz-Regeln geändert hat.

Gibt es "Whatsapp Gold" wirklich?

Ausgerechnet diese Frage ist unklar. Auf jeden Fall gab es in der Vergangenheit mehrere Screenshots von Nutzern, denen das Programm angeblich empfohlen wurde. Aber von wem und wo, bleibt unklar.

Beworben wurde "Whatsapp Gold" mit größeren Gruppenchats, einer besseren Bildqualität oder neuen Sicherheitsfunktionen. Solche Versprechen sind typisch für Betrüger, die Nutzer in eine Abofalle locken wollen. Oft ändern sich dabei nur die Namen: Es gibt verschiedene Fake-Versionen von WhatsApp, die viel versprechen und am Ende vor allem viel kosten.

(Bild: Twitter/jhootha_hi_sahi)
So könnt ihr euch schützen

Um sich gegen unerwünschte Fake-Apps zu schützen, hilft es, ein paar grundlegende Dinge zu beachten:

  1. Updates nur über den App Store oder den Google Play Store herunterladen.
  2. Auf Android keine Apps aus anderen Quellen installieren – standardmäßig geht das auch gar nicht
  3. Keine Popups oder Werbebanner anklicken, die Updates versprechen.
  4. Handynummer für "Drittanbieter" sperren lassen, um Abofallen zu vermeiden. (Hier ist eine Anleitung)

Mehr zu diesem Thema bei bento:


Gerechtigkeit

Bürgerhaus klingt unsexy – ist aber eine gute Idee
Hilfsbereitschaft vs. Konsumkultur in einem Bürgerhaus bei Hamburg.

Letztes Jahr, als Millionen Flüchtlinge Schutz in Europa suchten, war Deutschland großartig. Kanzlerin Merkel meinte: "Wir schaffen das!" und viele von uns antworteten nur: "Klar schaffen wir das. Schon längst dabei." Es wurden tonnenweise Kleider gespendet, Leute gaben ihre Feierabende und Wochenenden her, um Hilfsgüter zu verteilen oder Neuankömmlingen bei Amtsgängen zu unterstützen. Helfen war ganz selbstverständlich.

Auch in der Hamburger Hochhaus-Siedlung Osdorfer Born hat man diese Zeit noch in guter Erinnerung. Die kleine Gemeinde nahm damals über 1250 Flüchtlinge auf und die Unterstützung aus der Bevölkerung war auch hier überwältigend: Von überall her kamen Freiwillige und verteilten Spenden, gaben Sprachkurse, organisierten Kinoabende und Kinderdiscos.