Bild: Armin Weigel/dpa
Drei Fragen, drei Antworten

Was ist passiert?

Facebook hat angefangen, die Vertrauenswürdigkeit seiner Nutzerinnen und Nutzer auf einer Skala von null bis eins einzustufen (Washington Post). Bedeutet: Wer massenhaft richtige Inhalte als Falschmeldungen markiert, bekommt einen niedrigen Wert. 

Beiträge zu markieren, ist sehr einfach und sieht so aus:

(Bild: Facebook/Screenshot bento)

Warum führt Facebook ein Bewertungssystem ein?

Es besteht die Gefahr, dass Nutzer und Nutzerinnen willkürlich Berichte melden. Die Facebook-Managerin Tessa Lyons sagt: "Es ist nicht ungewöhnlich, dass uns Leute mitteilen, etwas sei falsch, wenn sie einfach nur die Argumente des Artikels nicht teilen." Es werde auch absichtlich versucht, bestimmten Verlagen zu schaden.

Grundsätzlich kann jeder Nutzer und jede Nutzerin einen Beitrag melden. Externe Faktenprüfer checken den Inhalt gegen. Dafür arbeitet Facebook in Deutschland zum Beispiel mit dem gemeinnützigen Recherchezentrum Correctiv zusammen. 

Wenn diese Faktenprüfer feststellen, dass die Darstellung des Inhalts falsch oder irreführend ist, blendet Facebook einen Warnhinweis ein. Zusätzlich wird die Reichweite verringert.

Wie funktioniert die Einstufung?

Facebook beobachtet, welche Nutzer besonders häufig problematische Inhalte markierten und welche Verlage als zuverlässig eingeschätzt werden. 

Unklar ist aber, welche anderen Kriterien Facebook anwendet und ob wirklich jeder Nutzer und jede Nutzerin auf einer Skala eingestuft wird. Facebook will die Technik hinter der Beurteilung so wenig transparent wie möglich machen, um den Beobachteten keinen Einblick zu geben.


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