Schwieriger als gedacht.

In den letzten Tagen war es auf einmal überall: Vero, das neue soziale Netzwerk, das versprach, alles anders zu machen: Keine Werbung, keine Algorithmen, keine Manipulation am Feed, nur "True Social" – so das Versprechen.

Anfangs wirkte dieses Versprechen: Die Downloadzahlen schnellten in die Höhe, plötzlich waren die anderen sozialen Netzwerke voll mit Einladungen zur App.

Doch fast simultan zum Hype wuchs auch die Kritik an Vero. Technische Probleme führten zu ewigen Ladezeiten, nur wenige Nutzer konnten die App störungsfrei nutzen.

Und dann verbreiteten sich auch noch Informationen über den Vero-Gründer Ayman Hariri, die bei vielen Menschen Unbehagen auslösten. Denn dieser war stellvertretender Geschäftsführer und stellvertretender Vorstandsvorsitzender einer Baufirma in Saudi-Arabien, die über 7000 Mitarbeitern monatelang keine Löhne zahlte – und in Kauf nahm, dass diese ohne finanzielle Mittel und unter widrigen Bedingungen in Lagern ausharren mussten (Arab NewsReuters).

Von wegen sozial, so der Tenor.

Deshalb dauerte es nicht lange, bis die ersten Nutzer die App wieder loswerden wollten:

Und damit stehen sie vor dem nächsten Problem. Denn es ist gar nicht so leicht, Vero wieder zu verlassen.

Tatsächlich gibt es innerhalb der App keine Funktion, mit der man seinen Account sofort löschen kann. Das einzige, was man tun kann, ist, eine Anfrage an den Kundenservice zu schicken und um die Löschung zu bitten. Das geht entweder über die Website des Unternehmens.

Oder in der App selbst – gut versteckt im Support-Menü:

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Wir haben das mal ausprobiert – und eine Antwort bekommen. Das Anliegen werde bearbeitet, steht in der automatisiert verschickten E-Mail. In der Mail wird allerdings schon darauf hingewiesen, dass zurzeit sehr viele Anfragen das Support-Team erreichen und die Antwort "länger als gewöhnlich" dauern könne.

Was das heißt, ist schwer zu sagen: Wir haben nach Stunden noch keine Antwort erhalten. Auch was anschließend genau passieren würde, ist nicht abzusehen – schließlich handelt es sich zunächst nur um eine Anfrage.

Wie Vero mit dem Löschungswunsch umgeht, ist unklar.

Denn Gründer Hariri scheint nicht so recht zu glauben, dass Leute sein schönes neues Netzwerk wirklich wieder verlassen wollen. Er kündigte zwar an, die Löschfunktion bald zu vereinfach. Viele Nutzer änderten aber angeblich nach einer Lösch-Anfrage wieder ihre Meinung, sagte er Mashable: "An einen Tag wollen sie gelöscht werden, aber dann überlegen sie es sich wieder anders."

Oder sie haben einfach so lange auf die Antwort des Kundenservice gewartet, dass sie ihre Anfrage schon längst wieder vergessen haben.


Future

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