Bild: dpa/Marius Becker

Wenn du in die USA einreisen willst, kann es passieren, dass ab sofort deine Social-Media-Profile durchleuchtet werden. Im Sommer hatte die US-Grenzschutzbehörde einen entsprechenden Antrag gestellt – unter anderem Profile bei Facebook und Twitter sollten in Visa-Anträgen mit angegeben werden. Jetzt ist die Neuerung tatsächlich umgesetzt worden. (CBS)

Die Änderung betrifft Personen, die im Rahmen des sogenannten Visa-Waiver-Programms einreisen. Dabei musst du online einen ESTA-Antrag ausfüllen. Neu ist ab sofort ein Drop-Down-Menü mit einer Auswahl an Social-Media-Profilen, in denen du deinen Usernamen eintragen kannst. Die Eingabe ist aber laut der Behörde freiwillig.

Die Idee dahinter: So sollen "potenzielle Gefahren identifiziert" werden.

Das sagte eine Sprecherin der Grenzschutzbehörde (Politico I). Die Beamten wollen also herausfinden, ob jemand Hassbotschaften postet oder Inhalte extremistischer Gruppen teilt oder liket.

Da die Angaben freiwillig sind, dürfte aber nicht viel dabei herumkommen. Die Einreise soll auf jeden Fall nicht verboten werden, wenn jemand seine Profile nicht preisgeben will.

Datenschützer hatten das Vorhaben scharf kritisiert – es schüchtere Touristen ein und greife in die Privatsphäre ein (Politico II).

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Gerechtigkeit

Das syrische Regime hat gewonnen: Aleppo ist vollständig evakuiert

Die syrische Stadt Aleppo ist nach Angaben der syrischen Armee wieder unter Regierungskontrolle. Die letzten Zivilisten und Rebellen haben den Osten der Stadt verlassen. Das teilte die syrische Armee am späten Donnerstagabend mit (Sana). Auch die rebellennahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigt den Abzug (SOHR).

Nach Angaben der Uno wurden insgesamt 35.000 Menschen in der vergangenen Woche evakuiert, weiterhin rund 4000 bewaffnete Rebellen (SPIEGEL ONLINE). Die Evakuierung wurde von Helfern des syrischen Roten Halbmonds überwacht. Starker Schneefall hatte sie in den vergangenen Tagen verzögert.