Bild: epa/ How Hwee Young

Es geht um mehr als 57 Millionen Daten von Nutzern weltweit: Privattaxi-App Uber hat zugegeben, vor rund einem Jahr von Hackern angegriffen worden zu sein. Dabei wurden Kunden- und Fahrerdaten gestohlen. Gemeldet hat das Unternehmen den Vorfall direkt nach der Attacke jedoch nicht.

Stattdessen zahlte Uber den Hackern Geld, damit diese die Daten vernichten – umgerechnet rund 85.000 Euro, wie Bloomberg und die New York Times berichten. Laut Uber ging es um Namen, Email-Adressen und Telefonnummern von Kunden, sowie die Autokennzeichen von etwa 600.000 Uber-Fahrern. Die Hacker gelangten offenbar durch eine schlecht geschützte Datenbank in einem Cloud-Dienst an die Daten.

Uber in Deutschland

In Deutschland ist Uber seit Frühjahr 2015 verboten. Der Grund: Das deutsche Personenbeförderungsgesetz erlaubt den Dienst nicht. Ohne Erlaubnis darf in Deutschland niemand Personen gewerblich transportieren. Vorausgegangen war dem Beschluss ein Kampf von Taxiunternehmen gegen Uber, weil sie unlauteren Wettbewerb fürchteten. Das Landgericht Frankfurt folgte letztlich den Argumenten der Taxibranche.

Das Unternehmen ist trotzdem in München und Berlin aktiv, allerdings als eine Art Vermittler.

  • UberTaxi vermittelt Berliner Taxis an Kunden.
  • UberX vermittelt Kunden an Mietwagenunternehmen.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft von New York die Ermittlungen eingeleitet. Unterdessen wurden der Sicherheitschef von Uber, Joe Sullivan, sowie ein weiterer Manager gekündigt. Zuvor war Sullivan in gleicher Position bei Facebook beschäftigt.

Und wie sieht es bei anderen Anbietern aus? 

Immer wieder geraten auch andere Carsharing-Dienste mit Hackerangriffen in die Schlagzeilen. So zum Beispiel der von Daimler angebotene Dienst "Car2Go", der sich einer Phishing-Attacke ausgesetzt sah. (stern.de) Allerdings: Ein solcher Datendiebstahl wie es ihn nun bei Uber gegeben hat, ist nicht bekannt.


Queer

So kämpft eine türkische Aktivistin gegen das LGBT-Verbot

Aufgeben? Schweigen? Sevval Kilic lacht laut auf. "Niemals!", sagt sie. "Wir haben unser ganzes Leben lang gekämpft. Wir werden jetzt nicht damit aufhören." 

Kilic, Politaktivistin aus Istanbul, sitzt in ihrer Wohnung im Stadtteil Dolapdere. An der Wand hängt eine Regenbogenfahne. Regen peitscht gegen das Fenster. Kilic klickt sich durch E-Mails, Tweets und Facebook-Posts auf ihrem Rechner.