Bild: dpa/Montage: bento
Da antwortet sie zwar auch nicht. Aber es ist zumindest witzig.

Angela Merkel ist die Kanzlerin der Deutschen. Und deshalb sollte sie sich um die Anliegen dieser Deutschen kümmern – so die Theorie.

In der Praxis ist es allerdings ziemlich schwierig, Angela Merkel eine Frage zu stellen. Auf ihrer offiziellen Website gibt es zwar einen Link, "Direkt zur Kanzlerin" steht da. 

Aber bevor man irgendein Anliegen äußern kann, muss man sich erstmal durch ein bürokratisch verschwurbeltes Formular kämpfen. Keine offenen Briefe, steht da, keine Beiträge ohne vollständige Namensnennung, keine Beiträge mit verworrenem oder beleidigendem Inhalt. Verdammt, wie soll ich mich denn da frei äußern!?

Ab und an antworten Merkels Pressesprecher hier sogar auf Anliegen, die Antworten sind dann für alle lesbar. Mit den meisten Fragen kann der Durchschnittsbürger allerdings wenig anfangen ("Rechtsbruch an Altübersiedlern"?), ansonsten sammelt sich der übliche Islam-Hass.

Aber wo bleiben die Fragen, die die Bürger wirklich bewegen? 

Eine Antwort auf diese ganze Misere ist der Twitter-Account "Sprechstunde Deutschland". Der Account ist ein Bot, der Angela Merkel den ganzen Tag Fragen stellt – Fragen, die volksnäher gar nicht sein könnten. Denn der Bot bezieht sie aus einer Quelle, die uns direkt in die Gedankenwelt der Menschen blicken lässt: dem gutefrage.net Forum

Programmiert hat ihn der Twitter-Nutzer "SynergieSören". Seit Ostermontag ist er online und gewinnt stetig Follower dazu. 

Was erneut zeigt: Die Sehnsucht nach einem offenen Dialog zwischen Bürgern und Staatsoberhaupt ist größer denn je.

So könnte er beginnen – mit den ganz großen Themen:

Liebe.

Sex.

Straßenverkehr.

Anatomie.

Technik.

Fitness.

Mathematik.

Essen.

Ob Angela Merkel von dem Account schon Notiz genommen hat? Man weiß es nicht. Sicher ist nur: Er wird weiter fragen. So lange, bis sie antwortet.


Future

Dieser Typ hat die Uni abgebrochen, um online Hunde zu bewerten – und verdient damit Tausende Dollar

Matt Nelson mag seine Hündin. Noch besser findet er es aber, wenn ihm fremde Menschen Fotos von ihren Hunden schicken. Daraus hat der 21-Jährige aus West Virginia ein Konzept gemacht, mit dem er inzwischen Tausende Dollar im Jahr verdient.

Matt ist Betreiber des Twitter-Accounts "WeRateDogs". Über 6,3 Millionen Menschen folgen diesem Account und sehen sich zweimal täglich an, was für ein Hundefoto Matt postet und wie viele Punkte der Abgebildete auf Matts Punkteskala bekommt.

So sieht das dann aus: