Der Traum jedes Smartphone-Besitzers: Endlose Daten. Eine gute Kamera. Und ein Akku, der ewig hält. Was man meistens kriegt: Datenvolumenwarnungen in der zweiten Woche des Monats, nächtliche Fotofails und diesen peinlichen Moment, in dem man auf dem Klo in der Kneipe abhängt bis der Akku wieder 10 Prozent anzeigt, weil man die Powerbank vergessen hat. 

Jetzt lässt sich das Problem mit den Daten und der Kamera vor allem mit Geld lösen. Um die Akkuleistung und Lebensdauer hingegen ranken sich ungefähr so viele Mythen wie um Entschlackungstee. Die meisten von uns bekommen zum Beispiel ein schlechtes Gewissen, wenn wir das Handy bei 30 Prozent an den Strom hängen, weil wir wissen, dass es dadurch schneller kaputt geht.

Denn Handyakkus sollte man am besten vollständig entladen, bevor man ihnen wieder Leben einhaucht – oder? 

Wir haben mit Jens Tübke gesprochen, Abteilungsleiter für Angewandte Elektrochemie beim Fraunhofer Institut.

Mein Smartphone-Akku hält an manchen Tagen nicht mal bis Nachmittag. Manchmal muss ich ihn zwei Mal am Tag aufladen. Mache ich mein Handy so kaputt?

Es ist tatsächlich sogar besser, den Akku zwischendurch aufzuladen. Extremzustände sollte man vermeiden, weil der Akku dadurch schneller altert. Zwischen 20 und 80 Prozent sind ein gutes Level. 

Das ist wie beim Menschen: Unser Körper hat auch einen Wohlfühlbereich, in dem er gut funktioniert. 


Komplett hungrig oder bis zum Anschlag vollgegessen sind auch für unsere Körper anstrengend.
Mehr als Handy-Probleme – Die schlimmsten Autokorrektur-Fails: 
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Ich sollte mein Smartphone also am besten nie vollständig aufladen?

Theoretisch, ja. Praktisch macht es aber keinen Sinn, so mit dem Ladestand zu spielen. Heutige Handyakkus sind darauf ausgelegt, einen bestimmten Zeitraum zu überleben – egal wie ich mit ihnen umgehe. Meistens sind das so um die zwei Jahre bei täglichem Aufladen oder 1000 bis 1200 Ladezyklen.

Das bedeutet aber doch, es ist egal, wie ich meinen Akku lade – nach zwei Jahren brauche ich eh ein neues Handy.

Sagen wir so: Es gibt ein paar Dinge, die den Alterungsprozess beschleunigen.

  1. Temperaturen: Kühlt ein Handy stark ab – unter den Frostpunkt – oder heizt auf deutlich über 30 Grad, hat das Nebenwirkungen. Vor allem sollte man es bei solchen Temperaturen nicht ans Ladegerät hängen. Besser ist es, zu warten, bis das Gerät wieder auf Normaltemperatur ist.
  2. Spannungsbereich: Die vollständige Ent- und Aufladung beansprucht den Akku zusätzlich.
  3. Ladedauer: Hoher Ladestrom übt ebenfalls Stress auf den Akku aus. Schnellladefunktionen sind daher nicht zu empfehlen.
Lies hier, wie du den Beziehungsstatus eines Menschen an seinem Handy erkennst:

Was passiert in den Akkus, wenn ich das tue?

Das kommt drauf an, was für einen Akku ich habe. Die meisten funktionieren heute über Lithiumionen, die sich in bestimmten Metalloxid-Gittern einlagern, wenn ich das Handy auflade. 

Diese Gitter sind unterschiedlich stabil und verändern sich bei Wärme und Kälte, aber auch durch hohe oder besonders niedrige Spannung. Je extremer die Situation, desto weiter verändert sich das Gitter und kann keine Ionen, also keine Energie, mehr aufnehmen – dadurch geht der Akku schneller kaputt.

Es gibt aber auch andere Nebenreaktionen. Grundsätzlich gilt: Wenn ich ihn voll aufladen will, dann nicht bei hoher oder besonders niedriger Umgebungstemperatur – im Sommer oder Winter also nicht unbedingt im Auto. 

Auch wenn ich gerade lange telefoniert habe oder das Handy durch viel Nutzung warm geworden ist, sollte ich mit dem Laden warten.



Die meisten Menschen hängen ihr Smartphone ans Ladegerät, wenn sie schlafen gehen. Ist das schlecht? Kann sich ein Handy „überladen“?

Bei älteren Geräten ist das eher schlecht, ja. Sie arbeiten gegen die Selbstentladung an – es fließen also permanent kleine Strommengen in den Akku, was Stress verursacht. 

Bei Lithiumionen spielt das nicht mehr eine so große Rolle, weil sie grundsätzlich langsamer entladen. In der Regel sind die Geräte heute auch so programmiert, dass sie erst bei 95 Prozent wieder erneut geladen werden. Soweit kommt es nachts aber gar nicht, da das Gerät nicht genutzt wird. Nachts laden ist daher in Ordnung, das kann man schon machen.

Bist du süchtig nach deinem Smartphone? Mach den Test:


Haha

Armer Typ liest schreckliche Fan-Version von "Harry Potter" – und glaubt alles
Manchmal sind Leute einfach zu spät dran. 

Etwa, als wir neulich ein Gossip-Girl-Quiz hatten und sich jemand bei uns beschwerte, weil wir das Ende gespoilert hätten – fünf Jahre nach dem Ende der letzten Folge. Oder, als ein guter Freund von Bloggerin Shelley Zang endlich auch mal die "Harry Potter"-Bücher lesen wollte. 

Dumm für ihn war nur, dass er sich die Bücher nicht im Laden kaufte, sondern auf verrückten (um nicht zu unterstellen: illegalen) Wegen im Internet besorgte. 

Nach dem Lesen des fünften Buchs "Orden des Phönix" hatte er einigen Gesprächsbedarf und war ziemlich verstört von den düsteren Irrungen und Wirrungen. 

Von Dudleys Suizid zum Beispiel. Oder von der Szene, in der Draco von seinem Vater gefoltert wird. Oder, als Ron beim Sex mit seiner Freundin Hermines Namen ruft.