Bild: dpa/Sven Hoppe

Bei einer Fahrt mit einem sich selbst steuernden Tesla-Auto ist erstmals ein Fahrer tödlich verunglückt. Der Unfall in den USA ereignete sich nach Angaben von Tesla, als ein LKW vor dem selbstfahrenden Auto die Straße kreuzte. (Tesla-Blog)

Warum weder Autopilot noch Fahrer den nahenden LKW erkannten, kann das Unternehmen nur mutmaßen. Womöglich haben die Sensoren die weiß gestrichene Seite des Lastwagens vor dem tageshellen Himmel nicht erkannt – auf jeden Fall seien die Bremsen nicht ausgelöst worden. Tesla betrauerte den Unfall als "tragischen Verlust". Die US-Verkehrsbehörde NHTSA ermittelt. (heise.de)

Wie funktionieren die Autos von Tesla?

Tesla ist ein Unternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk und stellt Elektroautos her. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen daran, seinen Autos autonomes Fahren beizubringen – ein Computer beobachtet den Verkehr und übernimmt die Lenkung des Fahrzeugs. Das betroffene Modell S kann demnach selbstständig Spurwechsel durchführen und die Geschwindigkeit autonom dem Verkehrsfluss anpassen. Unfälle sollen durch eine koordinierte Steuerung von Motor, Bremsen und Lenkung verhindert werden (Tesla).

Auch andere Marken wie Google oder BMW forschen an selbstfahrenden Autos. Mitte Februar hatte die US-Verkehrsbehörde erstmals erlaubt, dass Computer grundsätzlich als Fahrer anerkannt werden können. Allerdings mit der Einschränkung, dass trotzdem immer ein Menschen hinter dem Steuer sitzen muss und das Auto weiterhin Pedale hat. (SPIEGEL ONLINE I)

Wie gefährlich sind die Autopiloten?

Bei keinem Unternehmen ist die Forschung so weit, dass sich ein Auto wirklich unfallfrei und sicher selbst lenken kann. Auch ein Google-Fahrzeug hatte bereits einen Unfall verursacht, Verletzte hatte es damals nicht gegeben (SPIEGEL ONLINE II).

Laut Tesla befand sich der Autopilot des Unfallwagens noch im Betastadium. Auch ist er standardmäßig nicht aktiviert. Das bedeutet: Der Fahrer muss eine beim Aktivieren eine Warnung lesen und bestätigen und muss seine Hände trotzdem auf dem Lenkrad lassen. In entspannten Verkehrssituationen können einige Fahrer vielleicht das Steuer loslassen, sagte Tesla-Chef Musk bei der Vorstellung des Systems, "aber wir empfehlen das nicht" (stern.de).

Welche Chancen birgt autonomes Fahren?

Trotz des tragischen Unfalls wird autonomes Fahren wohl die Zukunft werden – denn je besser die Technik wird, desto sicherer wird der Straßenverkehr. Mit jedem gefahrenen Kilometer lernen die Autopiloten hinzu und können Gefahrensituationen besser beherrschen. Zumindest in der Theorie sind die Computer schon jetzt viel sicherer als Fahrer, die sich ablenken lassen, müde sind oder auf Gefahren nicht rasch reagieren können.

In seiner Stellungnahme rechnet Tesla auf, dass der Unfall der erste bekannt gewordene tödliche Unfall bei autonomen Autos in knapp 210 Millionen gefahrenen Kilometern sei. Schaut man auf alle Autos, also auch die von Menschen gesteuerten, gibt es in den USA alle 151 Kilometer einen Todesfall. Weltweit ereigne sich gar alle 97 Millionen Kilometer ein tödlicher Unfall. In Deutschland kamen im vergangenen Jahr 3475 Menschen bei Autounfällen ums Leben, knapp 100 mehr als im Vorjahr (SPIEGEL ONLINE III).

Mehr Tech:


Sport

Tony Hawk landet einen der schwersten Skateboard-Tricks – mit 48

48 ist noch kein Alter. Das beweist uns Skate-Legende Tony Hawk. Er stand jetzt einen der schwersten Skateboard Tricks: den "900°" – eine zweieinhalbfache Drehung um die eigene Körperlängsachse. (sputniknews.com)