Es gibt aber eine Alternative, die viel besser ist

Das Jahr 2017 bringt uns Virtual Reality, Smartphones mit 4K-Auflösung, künstliche Intelligenz - und das Tamagotchi zurück. Pünktlich zum 20. Geburtstag hat der japanische Hersteller Bandai eine Neuauflage der virtuellen Haustiere angekündigt. Etwas verkleinert und im Design der ersten Original-Tamagotchis. Über Amazon können die Pixel-Anhänger auch nach Deutschland bestellt werden. (Amazon Japan)

Das war der Tamagotchi-Hype

In den späten Neunzigern gab es praktisch keinen Schulhof in Deutschland, auf dem nicht mit Tamagotchis gespielt wurde. Die virtuellen Haustiere mussten regelmäßig gefüttert und unterhalten werden, damit sie sich aus ihrem Ei entwickelten und größer wurden. Wer das vergaß, dem starb das Tamagotchi schnell weg. Über einen Reset-Knopf konnte es wiederbelebt und neu ausgebrütet werden - entgegen damaliger Gerüchte übrigens beliebig oft. 

Das steckt hinter der Neuauflage

Tamagotchis sind auch nach fast zwei Jahrzehnten noch ein lohnendes Geschäft - für gebrauchte Original-Anhänger werden heute regelmäßig Preise von rund 200 US-Dollar bezahlt. Hersteller Bandai hat schon einmal versucht, von diesem Hype zu profitieren. Bereits 2014 gab es eine neue Version der Tamagotchis (Wired). Jetzt werden die Nerv-Gadgets im Orignal-Design neuveröffentlicht und pünktlich zum Jubiläum als Comeback vermarktet. 

Wer sich immer noch für Tamagotchis interessiert oder einfach gerne nostalgisch ist, kann sich den teuren Import von Elektromüll aus Japan aber getrost sparen: Die pixeligen Haustiere gibt es längst auch als App fürs Smartphone (Android, iOS). Neben der Original-Version von Bandai gibt es auch noch zahlreiche Nachahmer, deren Apps oft sogar kostenlos sind.

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Gerechtigkeit

"In Ungarn zählt außer Orbáns Willen gar nichts mehr"
Hier erzählen Studenten, warum sie in Budapest auf die Straße gehen.

Erst ging es nur um eine Hochschule – jetzt beschäftigen sich die Proteste mit der Zukunft eines ganzen Landes. In Ungarns Hauptstadt Budapest gehen derzeit Zehntausende Menschen auf die Straße. Sie demonstrieren für den Erhalt der Central European University (CEU) – und zugleich gegen den rechtsgerichteten Ministerpräsidenten Viktor Orbán. 

Dessen Partei Fidesz hatte vergangenen Dienstag ein neues Gesetz verabschiedet, das für ausländische Hochschulen sehr strenge Auflagen vorsieht (Hungarian Free Press). Ab kommendem Jahr dürfen demnach nur noch Hochschulen geöffnet bleiben, die gleichzeitig einen Standort in ihrem Heimatland und in Ungarn haben. Die Neuregelung betrifft vor allem die US-amerikanisch finanzierte CEU, die bislang nur einen Campus in Budapest unterhält (Deutsche Übersetzung des Gesetzes).

Orbán will auf diese Weise die sehr liberal eingestellte CEU zur Schließung zwingen. Er hofft, dass die Hochschule den geforderten neuen Standort in den USA nicht bis zum Jahresende eröffnen wird. Am Montag – einen Tag, nachdem in Budapest rund 80.000 Menschen auf der Straße waren – wurde das Gesetz im Eilverfahren durchgesetzt.