Bild: Lucasfilm/bento

Im Silicon Valley zitiert man gerne ein Sprichwort, das dort auf viele Situationen zutrifft: "If you can't beat them, joint 'em" – wenn du sie nicht besiegen kannst, schließ' dich ihnen an. Im Reich von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gilt dagegen wohl: Wenn du sie nicht aufkaufen kannst, mach sie platt.

Für Snapchat bot Zuckerberg einst drei Milliarden Dollar. Doch der Messenger wollte sich nicht kaufen lassen. Seitdem versucht Facebook alles, um den vor allem bei Millenials beliebten Messenger zu bezwingen. Bislang allerdings mit ausgesprochen wenig Erfolg:

Mit Instagram soll es nun endlich gelingen. Genau wie Snapchat erlaubt das soziale Netzwerk jetzt bunt bemalte Fotos, die nach 24 Stunden automatisch verschwinden. 2012 kaufte Facebook die App. Damals hatte Instagram noch 30 Millionen Nutzer – heute sind es bereits über 500 Millionen. Snapchat liegt bei nur 150 Millionen aktiven Nutzern – darunter sind aber vor allem junge Menschen.

Obwohl den sogenannten Instagram-Stories noch enorm viele Snapchat-Funktionen fehlen (zum Beispiel gibt es keine Gesichtsfilter), dürften einige Snapchat-Fans zu Instagram übersiedeln. Der große Vorteil: Um bunte Livestorys zu veröffentlichen, muss ich nicht mehr eine neue App öffnen.

Was Instagram gerade noch besser macht als Snapchat:
  • Bei Snapchat ist das Finden von neuen Kontakten kompliziert. Selbst gute Freunde müssen über den Nutzernamen oder einen Code hinzugefügt werden. Bei Instagram soll das bald viel einfacher werden: Nutzern soll aktiv empfohlen werden, wem sie noch folgen könnten. Die Auswahl trifft ein Algorithmus, der Daten von Facebook mitnutzt (Techcrunch).
  • Instagram und Facebook sammeln einen riesigen Datenschatz. Die beiden Netzwerke teilen ihre Nutzerdaten und wissen so genau, wer wem folgt und wer was mag. Diese Daten machen die Entwicklung und Vermarktung viel einfacher. Snapchat hat bis heute keine ausführlichen Profile seiner Nutzer.
  • Instagram ist trotz aller Neuerungen noch immer eine App, die vor allem über die klassische Timeline genutzt wird. In diesem Umfeld lässt sich Werbung wesentlich leichter einbauen als bei einem Messenger wie Snapchat.

Ob diese Punkte ausreichen, damit Facebook Snapchat auf Abstand hält, lässt sich schwer voraussagen. Sicher ist aber: Facebook ist gerade so angriffslustig wie lange nicht. Das Imperium schlägt zurück.


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