Bild: Twitter

Jen Golbeck ist Professorin für Computerforschung an der Universität von Maryland. Für ihre gegenwärtige Arbeit beschäftigt sie sich mit Social-Media-Profilen. Das alles kann man erfahren, wenn man auf ihr Twitter-Profil schaut.

Man kann aber einfach ihr Foto anschauen – dort sieht man dann eine Frau – und glauben, dass Golbeck Ctrl+Alt+Del für drei Einstellungen auf einer Mikrowelle hält. Dann wäre man halt ein Sexist. Am Dienstag ist Golbeck genau das auf Twitter passiert.

Eigentlich wollte sie sich nur über die Programmiersprache Java auslassen:
Prompt erklärte ihr jemand, wie man das mit diesen Computern hinbekommt:
Golbeck – sowieso schon wütend auf Java – reagierte schnell und direkt:

Auf Twitter solidarisierten sich rasch Dutzende Nutzer mit der Professorin, darunter viele Kolleginnen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben – trotz Professur oder Doktortitel. Viele warfen dem Java-Versteher klassisches Mansplaining vor, manche auch Sexismus.

Der Begriff "Mansplaining" beschreibt folgendes Phänomen: Eine Person – in den meisten bekannten Fällen eine Frau – die sich auf einem Gebiet gut auskennt und keine Hilfe braucht, bekommt von einem Mann trotzdem einen monologartigen Vortrag zu einem bestimmten Thema, von dem dieser gar nicht mehr Ahnung hat als sie, vielleicht sogar weniger.

Seit der Begriff geläufiger geworden ist, wird "Mansplaining" gerne falsch verstanden: Männer sollen doch bitte generell lieber den Mund halten. Darum geht es aber nicht. Der Vorwurf des "Mansplainings" richtet sich an jene, die ständig unerbetene Ratschläge geben.

Das sind die Reaktionen auf Golbecks Tweet:
1/12

Ihr Mansplainer selbst versuchte sich im Anschluss zu erklären. So:

Und so:

Nur eine simple Entschuldigung, die twitterte er nicht.

Mehr zum Thema:

Lass uns Freunde werden!


Tech

Das Google Pixel kostet so viel wie das iPhone
Das neue Google-Smartphone ist vor allem teuer.

Wer auf ein einigermaßen günstiges Android-Handy gehofft hatte, ist am Dienstagabend von Google enttäuscht worden: Das erste richtige Google-Smartphone nimmt es nicht nur technisch mit dem iPhone von Apple auf, sondern auch beim Preis.

In der günstigsten Variante kostet das Pixel 759 Euro, so viel wie das günstigste iPhone 7. Wer mehr als 32 Gigabyte Speicher haben möchte, muss 869 Euro für das Google Pixel investieren und bekommt dann 128 Gigabyte.

Das etwas größere Pixel XL hat statt 5 Zoll Display ein 5,5 Zoll großes Display und kostet 899 Euro, mit mehr Speicher 1009 Euro. Auch diese Preise sind exakt die Preise des iPhone 7 Plus.

Damit ist das Pixel richtig teuer. Dafür gibt es 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, einen Snapdragon Vierkern-Prozessor und einen extra Grafik-Prozessor – also alles, was ein Android-Smartphone heute braucht, um mit dem iPhone mitzuhalten.