Schwupps, kaputt.

Bock auf eine Mutprobe? Eine dumme, potenziell ziemlich teure Mutprobe? Dann wirf doch dein Handy so hoch in die Luft wie du kannst – und fang es danach möglichst wieder auf.

In dieser Disziplin messen sich Tausende Besitzer eines Android-Handys. Send Me to Heaven heißt die App, die Menschen dazu auffordert. Über 100.000 Menschen haben sie bisher heruntergeladen und konkurrieren jetzt im Handyhochwurf. Das sieht dann so aus:

Höher, weiter, dümmer

Überraschend: es gehen doch tatsächlich teure Handys dabei zu Bruch. Erfunden hat das Spiel Petr Svarovsky, ein Künstler aus Oslo. Er hatte vor allem ein Ziel: möglichst viele teure Handys zerschmettern. "The original idea was to have very expensive gadgets, which people in certain societies buy just to show off, and to get them to throw it", sagte er der Wired. Der Konsumgesellschaft den Spiegel vorhalten – dieses Ziel hat Petr Svarovsky erreicht.

Die Kommentare im Google Play Store schwanken zwischen Empörung und Ironie. Apple hat die App aus Angst um seine Smartphones gar nicht erst zugelassen. Die offizielle Begründung: Das Spiel fördere ein Verhalten, das zur Beschädigung des Handys führen könnte.

Handyhochwurf mit Katapult

Vor dem ersten Wurf warnt die App vor den möglichen Folgen. Trotzdem hat das Spiel viele Fans gefunden. Wohl auch weil es nicht nur am Bildschirm stattfindet. Gemessen wird die Höhe des Wurfes über den Schwerkraftsensor des Handys. Der Weltrekord liegt derzeit bei beachtlichen 44,19 Metern.

Ihr seht: mein Handy ist mir lieb – und es war auch ziemlich teuer. Ich habe ganze 29 Zentimer hoch geworfen.

Der Kampf um die Bestmarke wird immer verrückter. Auf die Spitzenplätze kommt nur noch, wer das Handy mit einem Katapult in die Luft schießt. Wer so weit geht, sollte allerdings wirklich zwei bis drei Ersatzhandys auf Lager haben.