Bild: Alexander Michl/Unsplash
Nie wieder auf Lücke lernen?!

Du sitzt am Schreibtisch und liest einen Text für die Klausur am nächsten Tag. Aber schon kurz nachdem du wieder aufgestanden bist, kannst du dich nicht mehr richtig an den Inhalt erinnern. Wie war das noch mal?

Ein australisches Forscherteam hat jetzt eine Schriftart entwickelt, mit der man sich Inhalte leichter merken soll. "Sans Forgetica" heißt die neue Schrift. Sie wurde von Designern, Designerinnen, Psychologen und Psychologinnen an der RMIT-University in Melbourne entwickelt.

Was soll "Sans Forgetica" leisten?

Auf der Website von Sans Forgetica erklären die Köpfe hinter der Schrift, was das Besondere an dem Design ist. Dieses berücksichtige Prinzipien der kognitiven Psychologie, damit man sich die Schrift besser einprägen könne.

Das besondere Design der Schrift basiert auf psychologischen Grundlagen.

Die Lücken in den einzelnen Buchstaben machen das Lesen absichtlich schwerer als bei anderen geläufigen Schriftarten. Diese Schwierigkeit beim Lesen soll dafür sorgen, dass die Informationen aus dem Text besser behalten werden. 

Zu schwierig sollte die Schrift allerdings auch nicht zu lesen sein. Wer zu lange braucht um die Informationen aus dem Geschriebenen herauszufiltern, ist am Ende nicht schlauer, sondern eher frustriert. Unleserliche handgeschriebene Notizen sorgen beim Durchlesen deshalb auch nicht für einen großen Lernerfolg.

Je länger du dich also mit dem Text befasst und je intensiver dein Gehirn das Geschriebene verarbeitet, desto besser sollst du dich im Nachhinein an den Inhalt erinnern. Also: langsamer lesen, besser merken.

Dank des speziellen Designs kann man nicht einfach mal schnell über den Text lesen. 

Kann ich "Sans Forgetica" ausprobieren?

Ja, du kannst die Schrift sogar kostenlos auf der Website der RMIT-University herunterladen und dich dort weiter über die Schrift und deren Entstehung informieren! 

Einem ausfühlichen Test, ob das Lernen mit der neuen Schrift tatsächlich besser funktioniert, steht also nichts mehr im Weg. Außer vielleicht Netflix.



Grün

Dänemark führt Klima-Label für Lebensmittel ein
Wäre das auch etwas für Deutschland?

Wie sieht die Klima-Bilanz unserer Lebensmittel aus? Bei einer europäischen Kartoffel mit Sicherheit besser als bei einer mexikanischen Avocado. Damit Verbraucher das jetzt besser einschätzen können, führt Dänemark eine entsprechende Kennzeichnung ein. 

Und zwar soll es bald Angaben zu Transportwegen, Kühlung oder dem Energieverbrauch geben. Die Regierung möchte dafür in der kommenden Woche eine Plakette präsentieren. Dann wird in Dänemark auch ein neuer Klimaentwurf präsentiert. (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag)

Was hat Dänemark genau vor?

Okay, eine Avocado wächst leider nicht in unseren Gärten. Dass diese und andere Lebensmittel also nicht gerade gut für das Klima sind, ist eigentlich klar. Aber wie schädlich sind sie genau? Und was ist mit einer Flasche Limonade? Oder mit abgepacktem Hackfleisch?

Bei der Vergabe der Plakette müssten allerdings mehrere Überlegungen herangezogen werden. Es würde in Zukunft nötig sein, die Klimabelastung mit den Nährwerten eines Produktes in Verhältnis zu setzen, sagte der Direktor des Bauernverband Landbrug & Fødervarer, Morten Høyer. (The Local)