Bild: Pokemon Gamespress

Pokémon Go holt eine der berühmtesten Videospielreihen der Welt aufs Smartphone. "Gotta catch em all!" ist das Motto der neuen App von Spieleentwickler Niantic. 20 Jahre nach Veröffentlichung des ersten Pokémon-Spiels kann man auch in der realen Welt Pokémon fangen. Die App meldet via Vibrationsalarm, wenn ein Pokémon in der Nähe ist. Mit der Handykamera filmt man die Umgebung und Pokémon werden hineingeschnitten.

Klick: Der ultimative Pokémon-Anfänger-Guide

Bisher ist die App nur in den USA, Japan, Australien und Neuseeland erschienen, der deutsche Start war für den 10. Juli angekündigt. Die Veröffentlichung der App für Europa wurde verschoben, weil die Server überlastet sind. Wann sie offiziell erscheint, teilte Nintendo auf Anfrage nicht mit. (Golem)

Auch das separat erhältliche "Pokémon Go Plus"-Armband, das mit einem Vibrationsalarm auf Pokémon in der Nähe aufmerksam machen soll, ist schon komplett ausverkauft – obwohl der Hersteller noch kein einziges ausgeliefert hat. (i4u)

Trotz aller Schwierigkeiten kann man die App nutzen, zahlreiche Spieler sind auch in Deutschland schon auf der Jagd. Wir zeigen euch, wie das geht:

Die Voraussetzungen
  • Android-Geräte müssen mindestens auf Android KitKat (4.4) laufen. Apple-Geräte benötigen mindestens iOS 8 – und ihr müsst ein iPhone 5 oder ein noch neueres iPhone besitzen.
  • GPS und WiFi oder mobile Daten müssen verfügbar sein. Die App braucht momentan ca. 200 MB Speicherplatz; 50 MB ist die Größe beim Download, 150 MB werden nachgeladen.
So lädst du Pokémon Go auf ein Android-Smartphone

Wer ein Android-Handy besitzt, hat es vergleichsweise einfach:

  1. Die APK, eine Installationsdatei für Android, muss aus einer zuverlässigen Quelle heruntergeladen werden. Wer die Datei von unsicheren Seiten lädt, kann Probleme bekommen, es ist eine Maleware-App im Umlauf, bei der es sich um ein Schadprogramm handelt. Eine sichere Version gibt es beispielsweise bei chip.de.
  2. In den Einstellungen muss unter "Sicherheit" der Unterpunkt "Installation von Apps aus unbekannten Quellen" aktiviert sein.
  3. Dann kannst du die APK-Installationsdatei starten.

Der Nachteil dabei ist, dass es keine Updates über den Google Playstore gibt, die App wird also nicht aktualisiert, auch Bugs werden nicht behoben. Gerade bei "Pokémon Go" wäre das sehr wichtig, die App hat noch einige Macken und ist instabil.

So lädst du Pokémon Go auf ein iOS-Gerät

Bei Apple ist diese Art der Fremdinstallation nicht möglich, Apps können generell nur über den App-Store geladen werden. Also muss man dafür sorgen, dass der Store denkt, man sei ein Nutzer aus einem Land, in dem Pokémon Go schon verfügbar ist. Generell gibt es da zwei Möglichkeiten.

Die erste Option:

  1. App-Store öffnen.
  2. Bis nach ganz unten scrollen.
  3. Land/Region auswählen.
  4. Auf Neuseeland, Australien oder USA stellen.
  5. Die Zahlungsmethoden eingeben – es ist nur Kreditkarte möglich.
  6. Zum Schluss muss man noch eine Adresse angeben, die sich in dem ausgewählten Land befindet. Dann kann die App normal heruntergeladen werden.

Diese Methode funktioniert nicht bei allen Usern, daher hier noch eine zweite Option:

  1. Öffnet den App Store auf eurem iPhone oder iPad. Scrollt wieder ans Seitenende, wählt eure Apple-ID aus.
  2. Meldet euch mit eurem deutschen Account ab.
  3. Kurz warten, klickt dann nochmal auf die Apple-ID.
  4. Erstellt nun einen neuen Account. Einfach auf "Neue Apple-ID erstellen" klicken und als Heimatland Australien oder Neuseeland wählen – die USA funktioniert bei der Methode nicht!
Ein wichtiger Hinweis:

Im Netz kursieren Gerüchte von Nutzern, deren Handys nach der Verwendung einer dieser Methoden für "Pokémon Go" gesperrt worden sein sollen. Von Nintendo wollten wir wissen, ob es verboten ist, sich die App herunterzuladen, solange sie in Deutschland noch nicht erschienen ist. Die Pressestelle wollte das aber weder dementieren noch bestätigen.

Zwar benutzt "Pokémon Go" die Marke "Pokémon" von Nintendo, betrieben werden die Server aber von Niantic. Das Unternehmen soll bei einem anderen ihrer Spiele nicht nur Nutzerkonten gesperrt, sondern gleich die Smartphone-ID auf eine Blacklist gesetzt haben. So konnten die Handybesitzer die App auch nicht mit einem neuen Konto nutzen, die Betroffenen hätten sich ein neues Handy kaufen müssen.

Ihr solltet euch also gut überlegen, ob ihr das Risiko, dauerhaft gesperrt zu werden, eingehen oder doch lieber bis zur Veröffentlichung der App warten wollt.


Haha

Quiz: Welche Ortsnamen gibt es wirklich?

Warst du schon mal in Deppenhausen? Oder hast Freunde in Luschendorf?

Fährt man durch Deutschland, findet man viele lustige, skurrile und interessante Ortsnamen. Doch welche gibt es wirklich – und welche haben wir nur erfunden?