Bild: dpa/Sebastian Kahnert, Niantic; Montage: bento

Immer wieder stolpern "Pokémon Go"-Spieler nicht nur über Straßen, sondern auch durch private Gärten und Parkanlagen. Einem Mann aus New Jersey ist das jetzt zu viel. Anstatt einzelne Spieler wegen Hausfriedensbruch zu verklagen, wendete er sich direkt an die Verursacher: Software-Entwickler Niantic und Spiele-Partner Nintendo (Bloomberg).

In der Klageschrift beschwert sich der Mann, schon mindestens fünf Personen hätten bei ihm angeklopft, um Pokémon in seinem Garten zu jagen. Außerdem führt er die Pokémon-Jagd in Gedenkstätten und auf Friedhöfen als Negativbeispiel auf (bento).

Das ist die Klage im Original:

Ist das die erste Klage dieser Art?

In den USA offenbar schon.

Aber auch in Deutschland gibt es Kritik an "Pokémon Go": Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) hat Niantic bereits vor rund zwei Wochen abgemahnt. Den Verband stören insgesamt 15 Klauseln der App, in denen die Daten und Rechte der Spieler nicht ausreichend geschützt werden (Mitteilung des VZBV). Im Wesentlichen kritisiert der VZBV, dass sich Spieler nicht anonym anmelden können und zur Abgabe ihrer Daten gezwungen werden.

Der Verband gab Niantic Zeit bis zum 9. August, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Sollte Niantic einlenken, muss es die 15 Klauseln ändern. Wenn nicht, will der Verbraucherverband eine Klage prüfen. Allerdings sitzt die Firma in San Francisco und nicht in Deutschland. Sie dürfte dieser Drohung deshalb recht gelassen entgegensehen.

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Fühlen

Lenas Traum vom Tanzen platzt. Dann kämpft sie sich zurück
Ihr Leben lang sieht sich Lena als Tänzerin – und muss sich doch auf etwas Neues einlassen.

Mitten auf der Bühne steht ein Fels. Davor tanzt eine Frau zu dem eingängigen Rhythmus der Musik. Die Bewegungen wirken wie aus einem Guss, beinahe improvisiert. Wassertropfen plätschern auf den Boden, auf ihr rosa Kleid. Die Tänzerin lässt sich davon nicht beirren und bewegt ihren Körper weiter zu den orientalischen Klängen.

Lena drückt auf den Stopp-Button. Die Auftritte des Wuppertaler Tanztheaters gehören nach wie vor zu ihren Lieblingsvideos. Mit einem Lächeln im Gesicht weist die zierliche Blondine auf die Szenen hin, die ihr am meisten gefallen. Damit man sie auch ja nicht verpasst. Auf der Bühne performen, die Zuschauer mitreißen, mit Bewegungen eine Geschichte erzählen. Das war ihr Traum. Darauf hat die heute 28-Jährige unzählige Stunden hingearbeitet. Doch ihr linker Fuß stand ihr im Weg.

Im Video: Eine Performance des Wuppertaler Tanztheaters