Bild: dpa/ Rolf Vennenbernd

Der Hype um "Pokémon Go" ist nicht aufzuhalten. Das Internet wird überflutet mit Bildern und skurrilen Geschichten rund um das Handyspiel. In diesem Ticker sammeln wir die interessantesten, witzigsten und erstaunlichsten Storys aus der Poké-Welt.

+++ Mittwoch, 27. Juli, 17.44 Uhr +++

Brücke in Düsseldorf für Autoverkehr gesperrt

Auf der Düsseldorfer Luxuseinkaufsmeile Königsallee (Kö) tummeln sich vor allem gut betuchte Frauen und Männer, um die angesagtesten Klamotten zu shoppen. Doch seit einiger Zeit mischen sich immer mehr Pokémon-Go-Anhänger unter sie. Die Stadt entschied jetzt, die angrenzende Girardet-Brücke, an der sich besonders viele Menschen sammeln, zu sperren. Der Autoverkehr soll dort zweitweise nicht mehr durchgelassen werden – und es werden sogar Dixi-Klos aufgestellt. (Rheinische Post)

+++ Mittwoch, 27. Juli, 10.45 Uhr +++

Wearable wurde auf September verschoben

Das Auslieferungsdatum für "Pokémon Go Plus", ein Armband mit dem man Pokémon auch ohne laufende App finden kann, wurde auf September verlegt. Angekündigt war es zunächst für Ende Juli. Grund dafür ist eine angebliche Inkompatibilität von dem Armband mit Android, iOS solle aber schon funktionieren.

+++ Mittwoch, 27. Juli, 6.51 Uhr +++

Die Bundeswehr fürchtet Pokémon-Spione

Das Spiel zersetzt die Truppe: Vor wenigen Wochen stolperten drei junge Spieler in eine Schießübung mit scharfen Waffen. Die Jungs hatten Pokémon in der Lüneburger Heide gejagt und waren aus Versehen auf dem Truppenübungsplatz in Bergen bei Hannover gelandet. ("Hannoversche Allgemeine")

Es dürfte nicht der erste Fall gewesen sein, denn das Verteidigungsministerium hat jetzt "Sicherheitshinweis Nr. 02/2016" an die Bundeswehr herausgegeben (SPIEGEL ONLINE). Darin geht es nun nicht nur um die Warnung, dass unbedarfte Spieler über Bundeswehrgelände laufen könnten – sondern auch um Wachsamkeit. Das Ministerium hat Angst vor feindlichen Agenten: So könnten sich Spione als Pokémon-Spieler tarnen, um so militärischem Gelände näher zu kommen. Soldaten müssten daher "handlungssicher das Film- und Fotografierverbot durchzusetzen".

+++ Montag, 25. Juli, 12.01 Uhr +++

Ausbau des Spiels auf Comic Con angekündigt

Niantic-Chef John Hanke hat auf der Comic Con in San Diego angedeutet, dass bisher erst zehn Prozent der Spielwelt zugänglich seien. Als nächstes dürfen sich Fans des Spiels auf eine Tauschfunktion freuen, auch die Einführung weiterer Pokémon ist geplant. Vor allem seltene Exemplare sollen bald erscheinen. Weitere Funktionen für Pokestops, zum Beispiel die Nutzung als Pokécenter, seien in Arbeit.

Im Fokus steht aber bisher erst einmal der Ausbau der Serverleistung, damit das Spiel ein befriedigendes Erlebnis ermöglicht.

Außerdem wurden die Figuren hinter Silhouetten der Team-Anführer enthüllt. Die Team-Anführer Candela, Blanche und Spark sorgten im Netz bereits für Furore und erzeugten einen unablässigen Strom von Theorien und Fan-Fiction.

(Bild: Niantic)

+++ Freitag, 21. Juli, 16.25 Uhr +++

Mann fängt alle bisher verfügbaren Pokémon

Ein New Yorker ist nun der erste Pokémon Go Meister in den USA, der alle Monster gefangen hat, die in dem Pokédex des Landes aufgeführt sind. Am Donnerstag veröffentlichte der Reddit-Nutzer ftb_hodor einen Screenshot seines Handys, der alle 142 Pokémon zeigt. Geschafft hat er das in Level 31 nach zwei Wochen harter Arbeit: er spielte mindestens 50 Stunden pro Woche, sammelte 303 Eier und lief mehr als 152 Kilometer. (mashable)

+++ Freitag, 21. Juli, 08.10 Uhr +++

Japan jetzt auch im Pokémon-Go-Fieber

Pokémon Go kann man jetzt auch in Japan spielen. Bisher war das Spiel ausgerechnet in der Heimat der Pokémon nicht verfügbar. Im Interview mit dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes sagte der Niantic-CEO John Hanke, dass die Serverkapazität bisher noch nicht ausgereicht hatte. Andere Länder müssen sogar noch länger warten. Für Mitte September hat Niantic weitere Releases angekündigt.

Währenddessen haben auch Firmen Pokémon Go für sich entdeckt: McDonald's zählt nun zu den offiziellen Partnern und hat in Japan ab Freitag 3000 Pokémon-Arenen angekündigt (techchrunch.com). In Deutschland gab es schon ähnliche Aktionen, am Mittwoch hatte der Discounter Netto Lockmodule vor verschiedenen Filialen geschaltet; die für den Supermarkt kostenpflichtig sind (Netto).

+++ Donnerstag, 20. Juli, 16.12 Uhr +++

Hacker legen Pokémon Go Karte frei

Da die Suche nach den seltensten Pokémon durch ein undurchschaubares "Radar"-System erschwert wird, suchten Hacker nach einer anderen Möglichkeit, um die begehrten Monster zu entdecken. Dafür durchsuchten sie die zugrundeliegende Technik und entdeckten, wie Pokémon auf der Karte verteilt werden und wie und wann seltene Monster erscheinen und wieder verschwinden. (The Verge)

Diese Erkenntnisse ermöglichen es Spielern, die Objekte der Begierde schon zu finden, bevor man sich in ihrer unmittelbaren Umgebung befindet. Die Verwendung von Apps und Programmen, die das ermöglichen, verstoßen allerdings gegen die Nutzungsbedingungen des Spiels und könnten zu einem Ban führen. (futurezone)

+++ Mittwoch, 19. Juli, 13.12 Uhr +++

Autofahrer fährt in einen Streifenwagen, weil er Pokémon zockt:

In der US-amerikanischen Stadt Baltimore touchierte ein Fahrer einen Polizeiwagen, während er durch das Handyspiel abgelenkt wurde. Seine Reaktion: "That's what I get for playing this dumb ass game."

Seht selbst:

+++ Mittwoch, 19. Juli, 14.24 Uhr +++

Däne findet Leiche beim "Pokémon Go"-Spielen

Bei der Suche nach seltenen Taschenmonstern ist ein 49-Jähriger Däne an einem Abwasserkanal auf der Insel Fünen auf eine Wasserleiche gestoßen. Laut Polizei hat sie schon länger dort gelegen und war daher bereits verwest. Ob der oder die Tote Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, ist unklar. (SPIEGEL ONLINE)

+++ Mittwoch, 19. Juli, 10.12 Uhr +++

Bosnier jagen in einem Minenfeld Pokémon

Nach zahlreichen Meldungen über Bürger, die auf der Pokémonjagd in Minenfelder liefen, hat die bosnische Entminungsgruppe "Posavina bez mina" nun eine offizielle Warnung ausgeprochen.

"Die Bürger werden dringend gebeten, die markierten Gebiete nicht zu betreten und stattdessen auf die Warnhinweise zu achten." Auch 21 Jahre nach dem Ende des Bosnienkrieges liegen noch 120.000 scharfe Minen in dem Land. (BBC)

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In Berlin hast du jetzt an vielen U-Bahn-Stationen gratis WLAN

Der Berliner Nahverkehr surft ins 21. Jahrhundert: An insgesamt 26 U- und S-Bahnhöfen gibt es kostenfreies WLAN, darunter am Zoo, am Gleisdreieck und am Rosa-Luxemburg-Platz. Bis zum Jahresende sollen es insgesamt 76 Stationen sein. (BVG)

Testweise war bereits seit vergangenem Sommer eine Wifi-Station im U-Bahnhof "Osloer Straße" installiert, seit Anfang Juni kamen weitere hinzu. Jetzt wurde die WLAN-Offensive offiziell bekannt gegeben. Und tritt nach unteren Kenntnissen sofort, also unverzüglich in Kraft: