Bild: dpa / Peter Steffen

Seit dem offiziellen Start von Pokémon Go ist viel passiert: Weltweit begaben sich Menschen auf Nachtwanderungen, sie fielen in wilde Gewässer und selbst Jan Böhmermann hat auf dem Parkplatz von McDonald's ein Taubsi gefangen.

Nachdem nun alle grundsätzlich wissen, wie man an einem Pokestop Halt macht und wie das mit dem Pokéfang funktioniert, geht es hier nun ans Eingemachte: Wir zeigen euch das richtige Leveln, Arenakämpfe und Pokémon-Entwicklungen.

Welches Pokémon soll ich entwickeln?

Wer schon einige Pokémon von derselben Sorte gefangen hat, wird dabei gemerkt haben, dass einige von ihnen deutlich höhere Wettkampfpunkte (WP) haben als andere. Ihr könnt also ein Taubsi mit 10 WP und eines mit weit über 100 fangen. Wenn ein Pokémon hohe WP hat, ist dies ein Hinweis darauf, dass es mehr Lebenspunkte besitzt und härter zuhaut als Pokémon derselben Art mit weniger WP.

Die WP sind in Pokémon Go also etwas wie der "Level" auf dem Gameboyspiel und zeigen euch schnell an, wie stark das Monster ist. Umso höher euer Level ist, umso höher ist auch die Chance, ein starkes Pokémon zu finden.

Da das mit den Zahlen aber sehr unübersichtlich ist, kann man über einen Klick auf den Menüpunkt "Pokémon" im Spiel eine Liste der bisher gefangenen Monster aufrufen und hier genauer nachschauen. Denn ein Blick auf das jeweilige Tierchen zeigt euch, wie stark es im Vergleich zur stärksten Version seiner Sorte ist. Dafür müsst ihr euch die Leiste über dem Pokémon ansehen.

Die Leiste über dem Pokémon gibt an, wie stark es im Vergleich zu anderen Monstern seiner Sorte ist. (Bild: Sebastian Maas)

Ist der weiße Punkt sehr weit rechts, habt ihr es mit einem überdurchschnittlich starken Pokémon zu tun, ist er weit links, habt ihr einen Schwächling vor euch. Wenn ein einzelnes Monster also maximal stark ist, sollte die Leiste über ihm komplett weiß sein.

Pokémon, die dicht am Ende der rechten Seite dieser Leiste stehen, solltet ihr bevorzugt entwickeln. Denn bei der Entwicklung bleibt das Stärkelevel erhalten.

Hattet ihr vorher das stärkste Taubsi, habt ihr nach der Entwicklung das stärkste Tauboga.

So spart ihr später kostbare Ressourcen und müsst es nicht selbst stärken. Es lohnt sich also, auf starke Biester zu warten und nicht jedes erstbeste Pokémon zu entwickeln.

Wie steige ich schnell im Level?

Wer sich in Pokémon Go nicht nur durch stumpfes Fangen und Rumlaufen hochleveln möchte, kann eine weitere, wichtige Mechanik des Spiels nutzen: Das Weiterentwickeln. Denn jedes Mal, wenn man ein Pokémon in seine nächste Stufe verwandelt, erhält man als Spieler 500 Erfahrungspunkte.

Die Weiterentwicklung funktioniert ebenfalls über das "Pokémon" Menü. Klickt man eins der Monster an, wird der Bedarf an "Bonbons" gezeigt, der für die Evolution nötig ist. Drei Bonbons erhält man jedes Mal, wenn man ein Pokémon fängt, oder eins, wenn man ein Monster "an den Professor schickt" (auf das Pokémon klicken und ganz nach unten scrollen. Vorsicht: Es ist dann für immer weg).

Kleine und vermeintlich unbedeutende Pokémon wie Raupy, Hornliu oder Taubsi werden nun auf einmal sehr wichtig, denn sie benötigen nur 12 Bonbons pro Entwicklung. Das heißt, jedes vierte Taubsi bringt euch 500 extra EP.

(Bild: Sebastian Maas / bento)

Andere Monster brauchen dafür 25, 50 oder sogar 400 (KARPADOOOR!!) Bonbons. Wer also immer brav jedes noch so schwache Taubsi einsammelt, ist nun auf der Gewinnerseite.

Richtig effizient wird es, wenn man sehr viele der kleinen Monster sammelt und erst entwickelt, nachdem man das Item "Glücksei" verwendet hat. Dieses verdoppelt für 30 Minuten die erhaltenen Erfahrungspunkte und spendiert deshalb bei jeder Entwicklung saftige 1000 EP. Wer gut plant und sammelt, kann in diesen 30 Minuten bis zu 60 Pokémon entwickeln und dadurch gleich einige Level auf einmal aufsteigen.

Wer kein Glücksei im Shop kaufen will, wartet bis Level 9 – dann bekommt man vom Spiel eins geschenkt. Und wer ganz darauf verzichten will, muss weiter Pokéstops LOOTEN UND LEVELN.

Wie gewinne ich in der Arena?

Arenakämpfe können frustrieren, weil das alte Rundensystem aus den Nintendo-Spielen scheinbar gegen ein "klick-so-viel-du-kannst" System ersetzt wurde. Mit ein wenig Geschick schafft man es aber auch hier, weitaus stärkere Monster zu besiegen. Dafür müsst ihr das Ausweichen meistern und etwas Geduld mitbringen.

So weichst du aus:

Wenn das gegnerische Pokémon eine Attacke startet, wird der Bildschirm an den Rändern kurz gelb aufleuchten. Nun musst du dein Pokémon durch rechts- oder linksswipen zur Seite springen lassen. Das geht aber nur, wenn du gerade nicht selbst angreifst. Und: Manche gegnerische Attacken sind schneller, manche langsamer. Wer also nicht nur stumpf auf das eigene Pokémon klickt, sondern den Gegner liest und dann reagiert, ist im Vorteil.

Beobachte also das gegnerische Monster und warte ab, dann greife an, nachdem es dich angegriffen hat. Mit Geduld und Geschick bekommst du so auch stärkere Gegner klein. Einen Vorteil hast du außerdem, wenn deine Pokémon den richtigen Typ / das richtige Element haben.

(Bild: Sebastian Maas / bento)

Elemente oder Typen

Jedes Pokémon beherrscht zwei Attacken, die zu einem bestimmten Typ gehören, beispielsweise "Drache", "Stein" oder "Elektro". Das Pokémon-Kampfsystem ist wie ein gigantisches Stein-Schere-Papier-Spiel auf Speed, bei dem jedes Monster Vor- und Nachteile gegen andere hat: Feuer ist gut gegen Pflanze, Pflanze gegen Stein, Stein gegen Elektro, Elektro gegen Wasser, Wasser gegen Feuer und so weiter.

In der Pokémon-Database findet man eine große Tabelle, die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Typen zeigt. Schaut zur Not vor einem Arenakampf dort nach, denn wenn ihr das falsche Pokémon in den Kampf mitbringt, werden eure Attacken im schlimmsten Fall wenig ausrichten, die des Gegners aber sehr effektiv sein. (Pokémon Database)

Fazit: Sammelt viele kleine Pokémon, levelt euch selbst durch Entwicklungen, behaltet die starken für den Kampf, beachtet die Typen und weicht immer fleißig aus!

Jetzt steht der Karriere als Meistertrainer nichts mehr im Weg!

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