Die Hardware ist nicht das Problem.

Auch Google hat ein neues Tablet: das Pixel C. Der Einstiegspreis des Android-Geräts liegt bei 500 Euro, die Tastatur kostet 170 Euro extra. Dafür gibt es solide Hardware, wie die ersten Tester berichten. Das Pixel C hat ein Aluminiumgehäuse, das Display ist von Glas geschützt. Ein bisschen größer als ein iPad Air 2 ist es, mit Tastatur bringt es stolze 917 Gramm auf die Waage.

Bei der Software hapert es: Android funktioniert zwar einigermaßen auf dem großen Bildschirm, auch mit Tastatur, aber gute Tablet-Apps sind noch Mangelware. Zwei Apps parallel nutzen geht auch nicht.

Was die ersten Tests sagen:
Pixel C von Google mit angedockter Tastatur(Bild: Google)
Schneller Prozessor, sehr guter Bildschirm und gute drahtlose Tastatur

Matthias Kremp, SPIEGEL ONLINE

"Googles Pixel C überzeugt mit seiner Leistung und seinem Bildschirm - und sieht auch noch gut aus. In Kombination mit der optionalen Tastatur wird es zum brauchbaren Notebook-Ersatz und hält auch einen ganzen Tag durch."
Google muss Android noch besser an große Bildschirme anpassen

Ron Amadeo, ArsTechnica

"The bottom line for every Android tablet is that until Google revamps its software to fully take advantage of the larger screen size, no Android tablet is worth your time."
Die meisten Android-Apps sind noch nicht für Tablets optimiert

Dieter Bohn, The Verge

"The performance issues, the lack of apps, and the lack of split-screen functionality show that, right now, Android isn’t really even trying to participate in that future."
Tablet-Familie: Apples iPad Pro, Googles Pixel C und Microsofts Surface Pro 4(Bild: bento / Apple / Google / Microsoft)
Kein Vergleich zu Apple-Tablets

Walt Mossberg, The Verge

"Google has made no discernible effort to create software to match the screen real estate afforded by the first tablet it has designed and built itself. It has forfeited the big advantage its rival Apple has traded on for decades: the ability to blend your own hardware and software to provide a superior user experience."
Wozu überhaupt Tablets, wenn es Smartphones und Notebooks gibt?

Joanna Stern, Wall Street Journal

"In 2016, I expect to see tablet progress from all three tech giants. For now, a laptop is still the best choice for most wanting to get work done. Even a $430 Dell Chromebook 13 is a better bet if you want a Google-focused productivity machine. And when it comes to mid-sized tablets, I’d recommend an iPad Air."

Fazit: Tolles Tablet, aber das alleine reicht nicht. Mit den regelmäßigen Updates kann Google sein Android-Betriebsystem ständig verbessern. Allerdings müssen auch die App-Anbieter mitspielen und ihre Programme für größere, hochauflösende Displays optimieren. Das kann alles noch werden – aber hier geht Google aktuell nicht einmal selbst mit gutem Beispiel voran.