Warum der Hype um den Messenger übertrieben ist

Peach ist ein neuer, bunter Messenger für Apple-Geräte. Tippt man "song" ein, verschickt man den aktuell gespielten Song. Mit "draw" kann man etwas zeichnen. Mit "rate" lässt sich alles mit 1 bis 5 Sternen bewerten. Andere "magische" Wörter: "shout", "gif", "here", weather" und noch einige mehr. Peach ist eine Mischung aus Twitter, Tumblr und Slack, supereinfach zu bedienen, super sleek.

Was steckt hinter dem Hype? David Carroll, Medienprofessor in New York, fasst Peach in einem Tweet zusammen:


Peach ist nicht im offenen Web – alles, was in Peach passiert, findet nur innerhalb der Plattform statt und ist von außen nicht zugänglich. Die Profile der Nutzer haben keine Webadresse. Peach ist ein "walled garden", ein vom Web abgetrennter Bereich. Damit ist Peach zwar von der Web-Öffentlichkeit abgeschottet, schützt aber nicht automatisch die Daten der Nutzer.

Sein Fazit: Peach ist frei wie in Freibier, nicht wie in Freiheit.

Wo andere Plattformen Schnittstellen anbieten oder sogar auf offene Web-Standards setzen, nutzt Peach eigene Protokolle und eigene Technik. Das wirkt dann 2016 doch etwas rückwärtsgewandt – auch wenn es schick aussieht. Der Hype um die neue App des Vine-Gründers Dom Hofmann ist deshalb übertrieben.