Bild: Angelika Warmuth/dpa
4 Dinge, die du wissen musst

Zur Alm gehört einfach das Bimmeln der Kuhglocken. Das macht es erst so richtig idyllisch, das ist der Sound der Alm. Ganz praktisch sollen sie aber in erster Linie den Hirten dabei helfen, ihr Vieh wiederzufinden. Das klappt allerdings nicht immer so richtig. 

Deshalb gibt es jetzt eine neue Lösung: Technik aus dem Weltraum. Sie wird auch bei Straftätern eingesetzt, um ihren Aufenthaltsstandort zu bestimmen.

Was ist passiert?

Wir kennen elektronische Fußfesseln. Die sind für Kriminelle bestimmt. Nun werden Kühe auf ähnliche Weise überwacht. Elektronische Kuhglocken sollen Almbauern in unwegsamem Gelände die Suche nach den Tieren erleichtern. 

Wie funktioniert das?

Die Kühe tragen neben ihrer traditionellen Glocke ein Kästchen, das vollgepackt mit Elektronik ist. Und mit einem GPS-Sender ausgestattet. Der Sender funkt den Standort der Kühe an den Almbauern. Dem hilft jetzt also nicht mehr nur das Gebimmel, sondern auch elektronische Singale und Satelliten im All. Bis auf zehn Meter genau kann der Standort bestimmt werden.

Wozu das alles?

Manche Hirten legen tausend Höhenmeter am Tag zurück. Das hat eine Befragung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft ergeben. Die elektronische Kuhglocke ist also schlichtweg eine Erleichterung für die Hirten. 

Außerdem sieht der Bauer über die Signale, wenn in der Herde etwas nicht stimmt, und kann eingreifen. Etwa, wenn unter den Kühen Panik ausbricht. 

Ein weiterer Vorteil der elektronischen Kuhglocke ist: Mit zusätzlichen Sensoren lässt sich ablesen, wo die Kuh häufig liegt, wann sie wiederkäut und wie sie sich verhält. Daraus lassen sich Schlüsse auf die Gesundheit des Tieres oder den Zeitpunkt der Paarungszeit ziehen, sagt die Landesanstalt.

Schon 2013 wurden Prototypen zweier Firmen auf Almen getestet. Jetzt laufen weitere Tests. Rund 150 Tiere sind in Oberbayern und Tirol mit unterschiedlichen Geräten ausgestattet.

Also hat es sich bald ausgebimmelt?

Nein. Experten sehen die elektronische Glocke als Ergänzung, nicht als Ersatz. 

Nachdem in den Ställen im Tal moderne Technik schon an der Tagesordnung ist, soll es auch auf den meist traditionell bewirtschafteten Almen der fortschrittlicher zugehen. Das soll die Weidewirtschaft in den Bergen attraktiver machen, heißt es – denn immer weniger Menschen wollen die harte Arbeit auf sich nehmen. 

Bis alle 1400 bayerischen Almen mitsamt ihren 50.000 Rindern die digitale Glocke haben, kann aber noch viel Zeit vergehen. 


Mit Material von dpa


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