Update, 9. März:
Zusätzlich zu den im Artikel angesprochenen Kritikpunkten sind im Netz zahlreiche Beschwerden unzufriedener Käufer aufgetaucht. So leidet die Switch offenbar unter zahlreichen Kinderkrankheiten, dazu gehören Pixelfehler, Abstürze, kaputte Joy Cons, oder eine Ladestation, die den Bildschirm zerkratzt.

Ab heute ist die neue Nintendo Konsole Switch in Deutschland im Handel. Die Wii-Nachfolgerin ist ein Hybrid aus Spielkonsole, Tablet und Gameboy, die sowohl am heimischen Fernseher als auch in der U-Bahn funktioniert. Sie verspricht also mehr Freiheit als alle Konkurrentinnen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

(Bild: Nintendo)
Was genau kann die Switch?

Die Konsole bietet Spielern die Möglichkeit, sowohl am Fernseher als auch mobil zu spielen. Das 6 Zoll große Display kann nämlich aus der Fernsehstation entfernt und mit den beiden Controllern zusammengesteckt werden – fertig ist der Gameboy 2017. Bei rechenintensiven Spielen wie dem neuen Zelda hält der Akku im mobilen Modus aber auch nur etwas über zwei Stunden.

Ebenfalls möglich sind Mehrspieler-Sessions an einem Gerät. Mit einem ausklappbaren Fuß lässt sich das Display auf den Tisch stellen, die beiden Controller funktionieren in dem Fall auch kabellos. Ihre Akkus sollen bis zu zwanzig Stunden durchhalten, geladen werden sie an der Konsole. Wer keine Lust auf einen geteilten Bildschirm hat, kann bis zu acht Geräte miteinander verbinden und so Multiplayer-Spiele ermöglichen.

Welche Spiele sind zum Start verfügbar?

Die Auswahl ist momentan noch sehr, sehr klein. "Zelda – Breath of the Wild" ist das wohl wichtigste Game, das direkt zum Start verfügbar ist. Dazu kommen ein neues "Bomberman", das textlastige Rollenspiel "I am Setsuna", das Mehrspieler-Tanzspiel "Just Dance 2017" und eine Minispiel-Sammlung namens "1-2-Switch". Alles in allem also eine magere Auswahl.

Wartezeit: Nintendo-Zugpferd Mario kommt wohl erst Ende des Jahres raus. "Mario Kart 8" erscheint Ende April, eine Portierung des Spielehits "Skyrim" erscheint im September.

(Bild: Nintendo)
Was bekomme ich für mein Geld?

Das in zwei Farben verfügbare Startpaket wird momentan für 329 Euro angeboten – ohne Spiel. Die kosten jeweils zwischen 35 und 70 Euro extra.

Im Paket enthalten sind die tabletartige Konsole, zwei "Joy Con"-Controller, eine Ladestation und die dazugehörigen HDMI- und Netzkabel sowie Handgelenkschlaufen und Halterung für die kleinen Controller. Diese verfügen wie die Vorgänger der Wii auch über Bewegungssensoren und ermöglichen damit wieder Tanz-, Sport- und Balancespiele.

Hardcore-Gamer bekommen für etwa 70 Euro auch den sogenannten "Pro-Controller" dazu, der über deutlich mehr Buttons verfügt und sicherer in der Hand liegt.

Peinlich: Die Switch kommt mit gerade mal 32 GB internem Speicher auf den Markt, dieser lässt sich aber per MicroSD Karte erweitern.

(Bild: Nintendo)
Wie sieht die Grafik aus?

Besser als auf der Wii, aber schlechter als auf der PS4 und der Xbox One. Klar, bei der kleinen Bauweise und der Ermöglichung des mobilen Spiels mussten bei der Technik Abstriche in Kauf genommen werden.

Anstelle von hochauflösenden Bombast-Landschaften wie im aktuellen Konsolen-Meilenstein "Horizon: Zero Dawn" bekommt man immer noch ansehnliche Comic-Grafik:

(Bild: Nintendo)
Und sollte ich mir das nun kaufen?

Nicht unbedingt, es gibt nämlich einige Abstriche. Allen voran die noch geringe Spielauswahl und der der hohe Einzelpreis der Konsole.

Wenn mehrere Spieler an einem Gerät spielen (mit zwei Joy Cons und einem Pro-Controller erreicht man die Maximalanzahl von drei Spielern) wird es außerdem schnell unübersichtlich. Auch wenn die Switch mit 6 Zoll einen größeren Bildschirm als ein Handy hat, ist dieser für lange Spieleabende wirklich zu klein. In der Mensa, dem Büro oder auf dem Schulhof mal zwischendurch macht das aber durchaus Spaß.

Schwierig wird es trotzdem, wenn man mit mehreren Erwachsenen an einem Gerät spielt. Denn zwar können die kleinen Joy Cons einzeln verwendet werden, bei größeren Händen hält man das aber nicht lange ohne Krämpfe durch.

Die Idee hinter dem Switch ist trotzdem super – wer wirklich Lust auf eine neue Konsole hat, wartet am besten auf ein preisgünstigeres Bundle von Konsole und Spiel in der Weihnachtszeit. Bis dahin gibt es auch eine größere Auswahl an Titeln.


Style

Menschen lassen sich jetzt Sommersprossen tätowieren. Ernsthaft.
Der Trend 2017 erklärt.

Der Hautton der meisten Menschen aus dem Norden Deutschlands Anfang März: eine Mischung aus beige, dunkelweiß mit einem gräulichen Schleier. Manche nennen es eine gesunde Hacker-Bräune.

Woher soll die Farbe auch kommen? Nichts als Regen, Sturm und eine dichte Wolkendecke am Himmel. Also versuchen es einige mit Solarium, die anderen benutzen Selbstbräuner – hauptsache ein bisschen Gefühl von Sommer erzeugen.

Das wollen auch Menschen, die diesen neuen Trend ausprobieren:

Sommersprossen-Tattoos im Gesicht!