Bild: Getty Images / Mark Runnacles

Was ist passiert? In Schottland haben garstige Schüler einen Neunjährigen gehänselt, dessen rechter Arm am Ellenbogen endet. Jetzt hat Josh Cathcart eine Roboterhand bekommen, die er mit seinen Gedanken steuern kann, eine elektronische Prothese namens i-limb Quantum. Laut britischen Medien ist der Neunjährige der jüngste Empfänger einer solch modernen Prothese. Die Firma, Touch Bionics, hat extra kleine Hände für junge Menschen hergestellt.

(Bild: Getty Images / Mark Runnacles)

Warum ist das wichtig? Allein in Deutschland verlieren jedes Jahr rund 100.000 Menschen Gliedmaßen, berichtet die "Welt" unter Berufung auf die Universität Jena. Zu den Gründen gehören Unfälle, Krebs oder Diabetes. Die Technik für elektronische Prothesen hat in den vergangenen drei Jahren große Fortschritte gemacht, es gibt bessere Akkus und leistungsfähigere Motoren, fehlerhaft ausgelöste Bewegungen werden weniger.

Ich kann Flaschen und Verpackungen damit aufmachen, ich kann Klötze stapeln, ich kann mit Lego spielen und mir meine Hose anziehen.
Josh Cathcart

Wie funktioniert das? Elektroden, sogenannte elektromyografischen Sensoren, messen die Muskelaktivität am Stumpf und setzen diese in Steuerbefehle um. So lassen sich Prothesen intuitiv steuern.

Was kostet so eine Prothese? Die seit Juni erhältliche Rotoberhand hat knapp 41.000 Euro gekostet. Ein Verwandter des Jungen ist maßgeblich für die Summe aufgekommen.

Und jetzt? Mehr über bionische Prothesen gibt es zum Beispiel bei arte, mit vielen interessanten Beispielen. Etwa dieses Roboterbein, mit dem Treppensteigen schon ziemlich gut funktioniert: