Was ist passiert?

Die amerikanische Telekommunikationsaufsicht (FCC) hat am Donnerstag die so genannte Netzneutralität aufgeweicht. Sie schreibt vor, dass alle Daten im Internet gleichbehandelt werden müssen. Netzbetreiber dürfen demnach den Verkehr bestimmter Daten nicht drosseln, um anderen Inhalten Vorrang zu geben. 

Laut dem Vorschlag, dem die Aufsicht zustimmte, könnten Webdienste dafür zahlen, bevorzugt behandelt zu werden. Für Anbieter wie Google, Facebook, Amazon oder Netflix könnte das teuer werden – und ihre Nutzer auch. (NZZ)

Der Chef der amerikanischen Telekommunikationsaufsicht (FCC), Ajit Pai, bekommt gerade den Unmut vieler Menschen zu spüren. (The Verge)

Und nicht nur er: Auch ein DJ im indischen Goa muss sich damit herumschlagen – weil er den gleichen Namen hat.

Seit die Nachricht über den Beschluss verkündet wurde, machen Instagram-Nutzer ihrem Ärger unter Bildern von DJ Ajit Pai Luft. Mehrere Hundert solcher Kommentare finden sich mittlerweile auf dem Profil des DJs. 

@jorge__olave1927: Give me my internet freedom
@juanito_da_beaner: Fuck u Indian piece of shit. It's stupid to have people paying money 4 going 2 website.
@ryanjamess: fuck you
@kane_2_.0@x.marijex_ I: just want him to not repeal net neutrality
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Den Fehler haben die meisten schnell bemerkt – und rufen die anderen Nutzer dazu auf, den armen DJ in Frieden zu lassen:

  • alien5298: NEW MISSION THE REAL TARGET HAS BEEN CONFIRMED AS @ajitvpaifcc I REPEAT THE NEW TARGET HAS BEEN CONFIRMED RELOCATE ALL TROOPS THE THE NEW BATTLE SITE!
  • x.marijex_@kane_2_.0 this is a dj, not some shitty politician. Get your facts right.
Und manche wünschen sich längst, dass dieser Ajit den anderen bitte ersetze:
Bild: Instagram

DJ Ajit Pai nimmt's gelassen. Er kommentiert: "Alles cool. Ihr habt Recht", und: "Ich bin für Netzneutralität. ÜBERRASCHUNG!"


Haha

Australischer Geheimdienst sucht Spione mit einem Computerspiel – Wir haben es gespielt

Vor meinem inneren Auge stehe ich in Camouflage, Sturmmaske und Pferdeschwanz vor einer riesigen Tresortür. Aus dem Off: dramatische Musik. Nahaufnahme auf meine gerunzelte Denkerstirn, Schweißperlen laufen mir die Schläfen runter.

Australien sucht Nachwuchs-Spione – und hat ein Computerspiel entwickelt, um den passendsten Kandidaten ausfindig zu machen. 

Das könnte ich sein.