Bild: Unsplash/Štefan Štefančík
Good bye, Geoblocking

Es ist eines der tragischsten First World Problems: Man ist mit dem Billigflieger in Lissabonlondonlyon angekommen und hat die wichtigsten Straßen der Stadt für Instagram durchfotografiert. Man hat die Restaurant-Empfehlungen des Lonely Planet durchprobiert. Und nun noch so viel Zeit in der Airbnb-Wohnung, bevor der nächste Flieger geht. 

Eine Folge "Stranger Things" auf Netflix wäre genau das richtige, oder "The Man in the High Castle" auf Amazon Prime. Allerdings macht das sogenannte Geoblocking einen Strich durch die Rechnung: Im EU-Ausland sind Streamingdienste nicht uneingeschränkt verfügbar.

2018 tritt endlich eine Änderung in Kraft: Das EU-Parlament hat das Geoblocking aufgehoben.

Das heißt, jeder Abonnent eines Streamingdiensts kann diesen auch außerhalb Deutschlands nutzen – so lange es sich um Reisen in einen anderen EU-Staat handelt. Eine entsprechende Verordnung hat das Europaparlament bereits im Mai abschließend verabschiedet. Nun tritt sie in Kraft, genauer: im März 2018.

Die Verordnung gilt zwar nur für kostenpflichtige Abonnements, dürfte sich aber auch auf Gratis-Angebote auswirken: Sendern mit Online-Mediatheken steht es frei, ihre Auswahl Verbrauchern ebenfalls im Ausland zugänglich zu machen.

  • Das heißt aber auch: Anbieter wie Amazon, Netflix, iTunes Sky Go oder Spotify müssen nun "angemessene und verhältnismäßige Maßnahmen" ergreifen, um den hauptsächlichen Wohnort eines Nutzers und seine Rechte zu überprüfen. Eventuell wird es neue Authentifizierungen geben – damit du dich dann künftig in Lissabonlondonlyon einloggen kannst.

Grün

Trump wollte riesiges Öl-Gebiet in Alaska verscherbeln, doch die Firmen hatten kein Interesse
Es gab nur zwei mickrige Angebote.

Die US-Regierung setzt in Sachen Energie auf Öl-Förderung: Öl mag umweltschädlich sein und nicht nachhaltig, aber in den Augen von US-Präsident Donald Trump sichern Ölbohrungen Arbeitsplätze und ist der Klimawandel sowieso nur ausgedacht. Doch mit dieser Haltung steht Trump mittlerweile ziemlich alleine da.

Die gute Nachricht: Selbst Ölfirmen setzen nicht mehr blind aufs Öl.

Bei einem Kaufangebot der US-Regierung waren nun viele zögerlich. Der von Trump erhoffte Aufschwung für die Wirtschaft blieb aus.