Bild: Bearbeitung bento

Die neue Konkurrenz zu Instagram, Snapchat und Co. kommt aus China und nennt sich "Meitu". Im Gegensatz zu den amerikanischen Apps erlaubt die chinesische Bildbearbeitungs-App nicht nur ausgewählte Filter, sondern gleich die komplette Bearbeitung des Fotos – bis hin zur manuellen Augenvergrößerung oder Entfernung von Akne.

Es ist chinesischer Schönheitswahn in App-Form.

Über sieben Millionen Chinesen haben im Jahr 2015 eine Schönheitsoperation an sich vornehmen lassen. (Manager Magazin). Meitu gibt nun Nutzern eine große Auswahl von deutlich günstigeren Werkzeugen an die Hand, um die eigenen Bilder (und das eigene Aussehen) zu verändern. Klickfaule können aber wie gewohnt eine automatisierte Bildverbesserung über Filter auswählen.

So funktioniert Meitu:
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Süßheits-Level: Über 9000

Außerdem mit ihm Programm: Das Hinzufügen von personalisierten Schriftzügen, das Erstellen von Collagen oder der "Handgezeichnet-Filter", der Fotos in eine Manga-Version umwandelt (#kawaii!).

Dieser Filter steht momentan offenbar nur iOS-Geräten zur Verfügung. Die Android-Nutzer in der bento-Redaktion konnten sie nicht verwenden. Trotzdem, so sehen Politiker (und ein Bieber) im kawaii-Modus aus:

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Im Dezember vergangenen Jahres wurde die App von Analysten auf einen Marktwert von etwa 5,2 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) eingestuft. Nicht ohne Grund: In China, dem Heimatmarkt Meitus, schießen und teilen die über 450 Millionen Nutzer jeden Monat mehr als 6 Milliarden Bilder. (Fortune)

Die App ist für Android und iOS in den AppStores gratis verfügbar. Manche Funktionen sind aber nur auf Chinesisch verfügbar, etwa die Tipps für bessere Fotos. Neue Filter und Optionen können nachträglich heruntergeladen werden.

Welcher Selfie-Typ bist du?

Haha

Comic: Mittelpunkt